15.7.2021
Blog

Das Ziel von Purpose ist der Purpose – Kampf gegen Klimawandel vorantreiben, nicht verzögern!

  • Purpose sollte Klimaschutz forcieren
  • Kommunikation ist treibende Kraft zur Umsetzung des Purpose
  • Unternehmen stehen beim Gelingen der nachhaltigen Transformation in der Pflicht
von
Kai vom Hoff
Lesedauer: 4 Minuten

Runter von der Couch, ab ins Klima-Fitnessstudio! Mit ihrem ehrgeizigen Programm „Fit for 55“ tritt die Europäische Union der Klimakrise entschlossen entgegen. Ihr Ziel: Bis zum Jahr 2030 sollen die Treibhausgas-Emissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden.

Das erfordert rasches, entschlossenes und mutiges Handeln in nahezu allen Bereichen unseres Lebens. Daher ist es folgerichtig, dass die EU-Kommission geradezu radikale Vorschläge macht. So sollen ab 2035 alle neu zugelassenen Autos emissionsfrei fahren – das faktische Aus für Benzin- und Dieselmotoren.

Aus Sicht der EU-Kommission ein unerlässlicher Schritt, denn der Verkehrssektor trägt erheblich zum CO2-Ausstoß bei. Aber auch in anderen Branchen will sie das Klimaschutztempo erhöhen. Sie will die Wirtschaft insgesamt klimafreundlich umbauen, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens nicht aus dem Auge zu verlieren.

Der klare Kurs der EU steht auf Klimaneutralität in 2050. Und viele Wissenschaftler:innen sind der Auffassung, selbst diese Ziele seien nicht ambitioniert genug. Denn, so die Expert:innen, wir marschieren schnurstracks weiter Richtung Klimawandel und pusten weiter zu viel Treibhausgas in die Atmosphäre.

Klimakrise: keine Zeit für taktische Spielchen

Die gigantische Transformation der Wirtschaft ist unabdingbar, denn die Welt ändert sich, muss sich ändern. Das ist mittlerweile Konsens, auch bei Vertreter:innen vieler Industriebranchen. Doch während sie in vielen Reden öffentlich Klimaziele unterstützen, bremsen einige Lobbyist:innen in Detailfragen und untergraben so die ehrgeizigen Pläne.

Häufig zielt ihre Strategie darauf ab, möglichst hohe Ausgleichszahlungen und Entschädigungen für nicht realisierbare Umsätze und Ergebnisse zu erhalten. Ökonomisch für das einzelne Unternehmen nachvollziehbar, aber so zögern sie notwendige Entwicklungen heraus. Partikularinteressen werden so vor die Interessen des Gemeinwohls gestellt, wichtige Entwicklungen hin zu mehr Klimaschutz geraten so aus dem Blick und werden aufgeweicht. Diese Taktik verärgert viele Bürger:innen, Politiker:innen und Wissenschaftler:innen.

Denn einige Unternehmensvertreter:innen postulieren öffentlich, dass ihr Unternehmen einem bestimmten Sinn diene. Nimmt man dies für bare Münze, dann stünde das Wohl des Planeten Erde und das des Menschen über allem. Unternehmerische Sinnhaftigkeit entsteht dann, wenn der innere Antrieb vorhanden ist, unternehmerisch etwas zu bewegen, was von möglichst vielen als positives Tun empfunden wird. Das Ziel von Purpose ist Purpose! Er muss in allen unternehmerischen Handlungen und Entscheidungen zu jeder Zeit berücksichtigt werden.

Kommunikation kann Geschlossenheit herstellen

Kommunikation ist dabei Mobilitätsmacherin und Antrieb für die Umsetzung des Purpose. Mit Blick auf die Mammutaufgabe, die uns allen bei der Bekämpfung der Klimakrise abverlangt wird, bedeutet das: Der Motor für Veränderungen läuft erst dann rund, wenn Kommunikation begeistert, erklärt, mitreißt, Ängste nimmt und eine gute Zukunft aufzeigt.

Fruchtbare Ideen, neue Entwicklungen, nachhaltige Konzepte wachsen, gedeihen und blühen nur dann, wenn der Boden dafür durch durchdachte und authentische Kommunikation aufbereitet ist. Sie ist quasi kraftspendendes Licht und Wasser, der Humus, den es braucht, um Wachstum zu fördern. Kurzum: Gezielte Kommunikation unterstützt die Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft.

Wir sollten uns daher nicht den Bedenkenträger:innen zuwenden, die überall Gefahren sehen, „Wenn“ und „Aber“ schnell zur Hand haben. Das Bessere entsteht nicht aus lähmendem Zweifel, sondern aus dem festen Glauben an das Gelingen.

Verantwortung für die Zukunft übernehmen

„Es muss sich etwas ändern, damit es gut wird!“ Diese Botschaft braucht es. Immer wieder sollte sie verkündet, erklärt, gesungen und an den Lagerfeuern erzählt werden. Hammer the message! Überall dort, wo Menschen zusammenkommen, analog und digital, immer wieder.

Dann werden wir angesichts der Ernsthaftigkeit der Lage erkennen, dass Lamentieren und Zeit zu schinden nicht hilft. Wir müssen jetzt beherzt handeln und uns der Zukunft zuwenden. Das EU-Fitnessprogramm hilft dabei. Also: Raus aus der Komfortzone, rein in die Transformation!

Autor:in
Kai vom Hoff
Geschäftsführender Gesellschafter
+49 (0) 211 515805 – 11
k.vomhoff@vomhoff.de