PROJEKT

Ad-hoc-Beratung: Die Krise kam schnell, wir waren schneller

  • Unternehmen: rd. 400 Mitarbeiter:innen
  • Projektzeitraum: 2018
  • Team: 2 Senior-Berater, 1 Beraterin
Geschäftsfeld
Krisenkommunikation
Nach rund zehn Jahren als Gesellschafter und Darlehensgeber einer Privatschule entschloss sich unser Auftraggeber für den Ausstieg als Investor einer privatgeführten Bildungseinrichtung. Grund für die Gesellschafterrolle war seinerzeit u. a. der Bau einer Bildungseinrichtung in dem vom Unternehmen errichteten Neubaugebiet. Die Idee des Darlehensgebers: Die Schule sollte – sofern die Anteile nicht verkauft werden können – nach einer einjährigen Übergangszeit geschlossen werden. Doch das international aufgestellte Kollegium, Schüler:innen und Eltern demonstrierten gegen die Schulschließung.

Unsere Herausforderung

Der Überraschungseffekt: Seit Jahren bereits schrieb die Schule trotz monatlicher Beiträge der Eltern rote Zahlen. Eine Schließung hatte jedoch keiner im Sinn. Die Schulden wurden in der Vergangenheit gelegentlich kommuniziert, aber nicht als Problem dargestellt. Mit dem Weggang des Darlehensgebers wäre das Ende des Schulbetriebs besiegelt gewesen. Die Elternschaft – wie auf vielen Privatschulen wohlbetucht und akademisiert – bekleidete u. a. Vorstandsposten bei Verlags- und Medienhäusern. Unter diesen Gegebenheiten schien ein Reputationsverlust des Auftraggebers gesetzt. Zeitgleich mangelte es an alternativen schulischen Angeboten in der Gegend. 

Unsere Strategie

Auf der einen Seite: Aufklärung, Dialog und Hintergrundgespräche. Parallel dazu: die Suche nach Alternativen. Sowohl eine mediale als auch Dialogkampagne waren Ausgangspunkt unserer strategischen Überlegung. Darin inkludiert ein Austausch mit Schüler:innen-, Eltern- und Lehrer:innenvertretung. Neben einem Informationsangebot über Möglichkeiten, die Schüler:innen in öffentliche Schulen zu integrieren, folgte gleichfalls die Suche nach alternativen Lösungen, um die Schulschließung zu verhindern.

Unser Ergebnis

Neben der Information von Medienvertreter:innen und politischen Akteur:innen arbeiteten wir gemeinsam mit Auftraggeber und Eltern-/Lehrer:innenvertretung an der Realisierung einer durch Elternbeiträge finanzierten Schulvariante. Und auch die Stadt holten wir als Partnerin an Bord:  Gemeinsam mit den Vertreter:innen wurde eine Anmietung von Räumlichkeiten zur Integration einer öffentlichen Schule ausgehandelt. 

Unsere Aufgaben

  • Ad-hoc-Beratung und Bereitstellung von Krisenberater:innen als Backoffice über den gesamten Krisenprozess hinweg
  • Krisenbereitschaft
  • Ausarbeitung einer Öffentlichkeitsarbeitsstrategie
  • Ausarbeitung einer Aufklärungskampagne zur Erläuterung des Veräußerungsprozesses
  • Strategische Beratung im Zuge des Dialogs mit Eltern-, Lehrer:innen- und Schüler:innenvertretung sowie weiteren Gesellschafter:innen
  • Ausarbeitung von Informations- und Dialogangeboten
  • Strategische Beratung und Unterstützung der Stakeholder:innen- und politischen Kommunikation


IHRE SPEZIALIST:innEN
Florian Weisker
Geschäftsführer
+49 (0) 211 515805 – 19
f.weisker@vomhoff.de
Karin Geßwein
Senior-Beraterin
+49 (0) 211 515805 – 17
k.gesswein@vomhoff.de
Jonas Wendler
Senior-Berater
+49 (0) 211 515805 – 21
j.wendler@vomhoff.de
Das vom Hoff-Team.
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