1. August 2018

Unternehmenskommunikation – Wie Sie die richtigen Sozialen Netzwerke auswählen

Die Zeiten, in denen Unternehmen auf lange Sicht an Social Media vorbeikamen, sind lange vorbei. Auch im B2B-Bereich oder für erklärungsbedürftige Industrien werden Social-Media-Auftritte zunehmend nicht nur reizvoll, sondern notwendig. Über beinahe jedes größere Unternehmen wird online ohnehin gesprochen. Da ist es natürlich besser, Teil des Gesprächs zu werden und selbst niedrigschwellig wichtige Informationen anzubieten.

 

Trotzdem sind sich viele Unternehmen unsicher, wie sie loslegen sollen. Welche Sozialen Netzwerke sind überhaupt die richtigen?

 

Im Netz kursieren hunderte mehr oder weniger hilfreiche Artikel über die Reichweiten und Potenziale unterschiedlicher sozialer Netzwerke, aber nur die wenigsten erklären auch, welches Netzwerk zu welchem Unternehmen passt.

 

Nicht für jede Branche macht es Sinn, bei Instagram und Pinterest präsent zu sein. Wer keine Produkte, sondern vielleicht nur komplizierte Fertigungsanlagen oder Büroarbeiter zu zeigen hat, ist in Netzwerken, deren Fokus allein auf Ästhetik liegt, vielleicht nicht richtig aufgehoben.

 

Wir haben deshalb einige Tipps zur Auswahl der richtigen sozialen Netzwerke für Unternehmen zusammengestellt:

 

  • Finden Sie heraus, welche Netzwerke von Ihren Zielgruppen genutzt werden

Der beste Content macht keinen Sinn, wenn die Zielgruppe ihn nicht sehen kann. Bevor Sie Konten bei Snapchat, YouTube und Instagram erstellen, sollten Sie sich fragen, ob das die richtigen Kanäle sind, um zum Beispiel Berufspolitiker zu erreichen.

 

Die meisten sozialen Netzwerke geben regelmäßig Statistiken zu ihren Nutzergruppen heraus. Dabei gilt: Je etablierter das Netzwerk, desto höher in der Regel der Altersschnitt der Nutzer. Facebook zum Beispiel ist ein tendenziell eher „älteres“ Netzwerk, mit dem sich problemlos auch Nutzer jenseits der 50 erreichen lassen. Nutzer von YouTube sind dagegen in der Regel selten älter als 35.

 

Politiker und Journalisten nutzen häufig Twitter und Facebook, das Publikum bei Instagram ist gemischt, aber mehr an hochwertigen Bildern als an Inhalten interessiert.

 

Auch Sprachbarrieren können ein Thema für Zielgruppen sein. Wenn Sie sich als Arbeitgeber auf dem deutschen Markt positionieren wollen, sollten Sie dazu nicht nur LinkedIn nutzen (auch wenn aktuell viele Social-Media-Experten dazu raten).

 

In Deutschland sind viele Nutzer auf dem deutschsprachigen Pendant Xing sehr viel aktiver, während ihre LinkedIn-Accounts bloße Karteileichen sind. Es kann sich hier lohnen, zweigleisig zu fahren, um alle Nutzer abzuholen.

 

  • Fragen Sie sich, ob Sie den passenden Content für das jeweilige Netzwerk bereitstellen können – und wollen

Jedes Netzwerk erfordert andere Postingfrequenzen – und andere Inhalte. Wenn sie es nicht schaffen, regelmäßig Videocontent mit Mehrwert für Ihre Zielgruppen zu produzieren, ist ein eigener YouTube-Kanal vielleicht nicht die beste Idee. Der YouTube-Algorithmus wertet Kanäle, die nur unregelmäßig posten, langfristig ab und lässt sie weniger weit oben in den Suchergebnissen auftauchen.

 

Wenn Ihre Inhalte nur von wenig visueller Natur sind und sie vor allem komplexe Inhalte vermitteln wollen, sind Sie bei Instagram und Pinterest vielleicht nicht gut aufgehoben. Sie wollen kurz und knackig kommunizieren und sich auch an Diskussionen beteiligen – da könnte Twitter gut passen.

 

Setzen Sie sich mit den einzelnen Netzwerken und ihren Möglichkeiten auseinander und überlegen Sie, welchen Content in welcher Frequenz Sie anbieten können. Starten Sie vielleicht damit, erst einmal zu monitoren, wie Ihre Themen aktuell in den jeweiligen Netzwerken diskutiert werden, um ein Gefühl für die richtigen Kanäle zu bekommen.

 

  • Starten Sie mit einem Netzwerk und probieren Sie sich aus

Der Weg zur richtigen Social-Media-Strategie führt immer auch am Ausprobieren vorbei. Wenn Sie sich sicher sind, welches Netzwerk am besten zu Ihnen passt, starten Sie mit diesem einen Netzwerk einen Testballon. So können Sie testen, ob Ihre Strategie und Redaktionsplanung bei der Zielgruppe funktioniert.

 

Wenn Sie sich sicher genug fühlen, können Sie dann weitere Social-Media-Kanäle anlegen und hierfür vielleicht sogar bestehende Inhalte wieder verwerten. Auf diese Art und Weise vermeiden Sie, durch zu viele Netzwerke zu Beginn Stress und Frustration zu produzieren.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vom Hoff Kommunikation Düsseldorf – Strategische Kommunikationsberatung für namhafte Unternehmen und Institutionen.