21. September 2017

Haben wir eine Strategie? Wie Sie schon jetzt Ihre Kommunikation für 2018 planen

Was ist heutzutage schon planbar? Welches Thema morgen auf der Titelseite der Zeitung steht? Wahrscheinlich. Der nächste Trend auf Facebook? Eher nicht. Die planmäßige Abfahrt der Bahn zum Meeting? Erst recht nicht. Doch auch wenn sich unsere Welt gefühlt immer schneller dreht – und die Idioten noch immer nicht ausgestiegen sind – und die Digitalisierung unsere Geschäftsmodelle, Prozesse und Alltagsgewohnheiten ab und zu über den Haufen wirft, ist eine gute Planung Gold wert. Professionelle Unternehmenskommunikation können und sollten Sie strategisch planen – und zwar früh genug. Schon jetzt können Sie Ihre Kommunikation für 2018 vordenken. Dabei sollten Sie unter anderem an Folgendes denken:

 

Wohin fahren wir eigentlich? Ziele setzen ist unerlässlich

Kommunikationsplanung fängt ganz bodenständig mit dem Setzen von Zielen an. Denn Kommunikationsabteilungen müssen sich heute – wie andere Abteilungen auch – immer häufiger rechtfertigen, was sie zum Unternehmenserfolg beitragen und warum die Investitionen in ihr Team nötig sind. Ohne Ziele ist das kaum möglich. Denn woran sollte man die Leistung messen, wenn vorab gar nicht definiert wurde, was erreicht werden soll?

 

Bei der Festlegung von Zielen gilt dabei keinesfalls je größer desto besser. Setzen Sie sich lieber realistische, erreichbare Meilensteine, die Sie dann vielleicht sogar übertreffen können. Das macht mehr Eindruck als beeindruckende Vorsätze, die Sie um Längen verfehlen. Machen Sie dafür die Ziele so konkret wie möglich, indem Sie feste sogenannte Key Performance Indicators (KPIs) erstellen und einzelnen Bereichen Ihrer Kommunikationsarbeit zuweisen. So könnte im Bereich Medienarbeit eine gewisse Anzahl an entwickelten Themen ebenso ein KPI sein wie eine bestimmte Menge an (positiven) initiierten Clippings. Im Bereich Unternehmensmedien könnten Sie sich zum Beispiel eine gewisse Zahl an Visits und eine bestimmte Verweildauer auf Ihrer Website als KPI setzen. Orientieren Sie sich dabei ruhig an den Vorjahreszahlen und setzen Sie die Ziele für 2018 entsprechend ähnlich oder etwas höher. Und denken Sie bei alldem schon einmal mit, wie oft und anhand welcher Messgrößen Sie diese Ziele messen möchten.

 

Was sagen wir eigentlich? Themen priorisieren

Während das Jahr zu Ende geht, sollten Sie sich schon einmal überlegen, was Sie nächstes Jahr kommunizieren wollen. Gibt es Themen, die dieses Jahr gut funktioniert haben und die Sie „weiterdrehen“ können? Steht ein neuer Produktlaunch an, den Sie thematisch begleiten können? Welche Themen halten Zukunftsforscher für bedeutsam in den nächsten Jahren und zu welchen können Sie etwas sagen? Und nicht zu vergessen: Welche Themen interessieren Ihre Zielgruppen? Bei der Themenfindung und -planung sollte unbedingt das gesamte Kommunikationsteam einbezogen werden. Gemeinsam brainstormt es sich leichter und an Themen, die man zusammen entwickelt hat, arbeiten dann auch alle lieber mit. Ganz wichtig: Priorisieren Sie Ihre Themen und verteilen Sie sie über das ganze Jahr. Denn auch wenn es schön wäre: Sie können nicht zu allem etwas sagen!

 

Wie sagen wir das eigentlich? Maßnahmen definieren

Die letzten drei Monate des Jahres können Sie auch nutzen, um Ihre bisherigen Kommunikationsmaßnahmen einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Welche Formate und Kanäle haben sich bewährt, was sollten Sie im nächsten Jahr anders machen? Planen Sie genau, welche Maßnahmen Sie auch 2018 umsetzen wollen. Einige zielführende sind dabei immer besser als der berühmte bunte Strauß an Maßnahmen. Vielleicht legen Sie auch schon fest, welche Dinge Sie nächstes Jahr neu ausprobieren möchten. Auch wenn sich nicht bis ins letzte Detail planen lässt, was funktioniert, ist es immer gut, Neues zu wagen.

 

Wer macht das eigentlich? Verantwortlichkeiten festlegen

Alle Planung hilft nichts, wenn sie nicht umgesetzt wird. Deshalb legen Sie schon jetzt konkrete Aufgaben und Meilensteine für das nächste Jahr fest und definieren, welcher Mitarbeiter für was zuständig ist. Sie könnten zum Beispiel wie in einem Newsroom Themenverantwortliche bestimmen, die sich 2018 schwerpunktmäßig um einzelne Themenbereiche kümmern. Planen Sie dabei auch immer Mitarbeiter ein, die ad hoc unterstützen können, wenn das Tagesgeschäft Sie mal wieder überrollt und Sie trotzdem noch langfristige Themen bearbeiten müssen. Um Zuständigkeiten und Umsetzungsfortschritte im Blick zu halten, lohnt sich vielleicht der Einsatz eines Projektplanungstools. Das können Sie schon jetzt einrichten und das letzte Quartal 2017 dazu nutzen, um mit Ihrem Team die Arbeit damit einzuüben. So starten Sie 2018 direkt routiniert durch!

Auch wenn Planungen im Laufe eines Jahres angepasst und korrigiert werden müssen – was ganz normal und notwendig ist – bieten Sie doch ein gutes Raster, an dem sich die Kommunikationsabteilung und die Geschäftsführung orientieren können. Also: Ran an die Kommunikationsplanung! Sehen Sie es als verfrühte gute Vorsätze für 2018.


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