3. April 2019

Podcasts: Warum Unternehmen die Ohren spitzen sollten

Nachrichten, Unterhaltung und Comedy, Musik, Gesundheit, Sport, Politik, Technologie, Bildung, Wissenschaft – das Angebot an Podcasts ist groß und wird derzeit immer größer. Auch die Nachfrage ist da: Laut einer Studie von AS&S Radio und Facit Research kennen 56 Prozent der Deutschen den Begriff Podcast. 29 Prozent haben innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens einmal einen Podcast gehört und 15 Prozent geben an, Podcasts wöchentlich zu hören.

 

Dank der starken Verbreitung von Smartphones, die ein Abspielen jederzeit und überall ermöglichen, haben sie in den letzten Jahren deutlich an Popularität gewonnen. Aber nicht nur private Nutzer, auch einige Unternehmen haben Podcasts bereits für sich entdeckt und nutzen sie im Rahmen ihrer Kommunikationsarbeit. Ein guter Zeitpunkt, um sich vor Augen zu führen, welche Vorteile das Medium für Unternehmen mit sich bringt.

 

Deshalb besticht der Podcast

 

Erreichbarkeit der Zielgruppe: Nutzer können Podcasts zeit- und ortsunabhängig hören. Zudem können sie parallel zu vielen anderen Tätigkeiten konsumiert werden: im Zug, im Auto, beim Sport, Putzen oder Kochen, am Strand oder in der Mittagspause.

 

Zusätzliche Kanäle: Mit einem Podcast werden die Verbreitungswege für Inhalte und Botschaften eines Unternehmens erweitert. Er kann in Podcast-Verzeichnissen, aber auch auf Streaming-Plattformen veröffentlicht werden und damit Reichweite sowie Sichtbarkeit eines Unternehmens erhöhen.

 

Gezielte Ansprache: Menschen abonnieren Podcasts, weil sie sich für die angebotene Thematik interessieren. Unternehmen können somit auch spezifische Zielgruppen erreichen.

 

Persönlicher Zugang: Mit einem Podcast kann der Zuhörer direkt angesprochen werden. Eine menschliche Stimme wirkt authentischer als ein geschriebener Text. Außerdem können Geschichten erzählt und Emotionen transportiert werden. So kann es gelingen, Distanz abzubauen, Sympathie zu wecken und im besten Fall eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.

 

Expertenstatus: Ein Podcast ermöglicht es einem Unternehmen, sich in den relevanten Zielgruppen als Experte zu positionieren. Mitarbeiter können den Zuhörern beispielsweise hilfreiches Wissen zu den eigenen Themen, Dienstleistungen oder Produkten an die Hand geben.

 

Blick hinter die Kulissen: Ein Podcast eignet sich gut, um Einblick in ein Unternehmen zu gewähren. Mitarbeiter können zum Beispiel aus ihrem Arbeitsalltag erzählen und das eigene Unternehmen sympathischer und greifbarer machen – das stärkt die Arbeitgebermarke.

 

Interne Kommunikation: Ein Podcast ist als Instrument interner Kommunikation einsetzbar, etwa um die Mitarbeiterschaft über neuste Themen und Produkte auf dem Laufenden zu halten. Er dient dann dem Informations- und Wissensaustausch innerhalb eines Unternehmens.

 

Checkliste: Was gibt es zu beachten?

 

Vielleicht haben Sie bereits darüber nachgedacht, unter die Podcaster zu gehen. Bevor Sie „on air“ gehen, sollten Sie in jedem Fall ein paar sorgfältige Vorüberlegungen anstellen.

 

  • Ziele und Zielgruppen: Machen Sie sich zuallererst bewusst, welches Ziel Sie mit Ihrem Podcast verfolgen und wen Sie mit Ihrem Podcast erreichen möchten. Was wissen Sie über Ihre Zielgruppe?
  • Thema, Inhalte, Botschaften: Legen Sie fest, welches übergeordnete Thema Sie in Ihrem Podcast behandeln und bestimmen Sie Botschaften und Inhalte, die Sie vermitteln möchten.
  • Format: Wie möchten Sie Ihre Inhalte vermitteln? In Interviews, Gesprächsrunden oder einem ganz anderen Format? Machen Sie sich auch über den „Ton“ Ihres Podcasts Gedanken. Sachlich oder emotional-unterhaltend? Humorvoll?
  • Hosting: Es gibt Dienstleister, die die Bereitstellung von Cloud-Speicherplatz und das Ablegen Ihrer Dateien für Sie übernehmen (z.B. podigee oder podcaster.de). Der Vorteil: Sie müssen Ihren Podcast nicht selbst veröffentlichen und profitieren von weiteren Funktionen wie zum Beispiel Statistiken zur Nutzung Ihres Podcast.
  • Distributionswege: Damit Ihr Podcast „gefunden“ wird, sollten Sie ihn in Podcast-Verzeichnissen veröffentlichen. Das größte Verzeichnis ist in iTunes integriert. Weitere Verzeichnisse sind podlist.de und podcast.de. Auch auf Streaming-Plattformen wie Spotify, SoundCloud oder Deezer können Sie Ihren Podcast anmelden. Das Teilen auf den eigenen Corporate- und Social-Media-Kanälen sorgt ebenso für Reichweite.
  • Ausstattung: Denken Sie daran, dass Sie sich Hard- und Software anschaffen müssen. Hierzu gehören ein gutes Mikrofon und ein Computer mit Aufnahme- und Schnittsoftware (z.B. Audacity). Die Ausstattung ist nicht zwingend teuer, ein Audio-Podcast lässt sich schon mit vergleichsweise wenig technischem Aufwand aufnehmen. Wie immer gilt aber: je professioneller, desto teurer.
  • Zeit: In welchen Abständen sollen Ihre Episoden erscheinen? Haben Sie Ressourcen, um Ihren Podcast regelmäßig zu „füttern“?

Kreativ, abwechslungsreich, spontan

 

Diese Vorüberlegungen können Ihnen dabei helfen, einen Basisplan für Ihren Podcast zu entwickeln. Das heißt nicht, dass Sie jede Episode durchplanen müssen. Im Gegenteil: Ein Podcast lässt Platz für Improvisation, Kreativität und Abwechslung. Sie sollten Ihren Zuhörern natürlich einen Mehrwert bieten, um sie „bei der Stange zu halten“.

 

Ein Podcast ist aber nicht der Ort für einen ausgefeilten Vortrag, bei dem ein Satz nahtlos an den nächsten gereiht wird. Er ist im besten Fall informativ und unterhaltsam zugleich. Eine lockere Gesprächsatmosphäre, hier mal ein Lacher, dort mal ein Versprecher – das ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht und macht Ihren Podcast erst authentisch und hörenswert.

 

Machen Sie sich den Trend Podcast also zunutze und seien Sie mutig. Und wer weiß, vielleicht hören Sie ganz bald ja auch von Ihrer Agentur vom Hoff!


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