12. Januar 2011

Futtermittelskandal: Politisches Krisenmanagement mit Hand und Fuß

Oft genug werden Politiker wegen ihres unangepassten Krisenmanagements kritisiert – vielfach zu Recht.

 

Der Skandal um dioxinbelastete Futtermittel hat gezeigt, dass es auch anders geht: hoch professionell haben sich diesmal die Ressortminister in Bund und Ländern um die Interessen von Millionen Verbrauchern gekümmert.

 

Dazu gehört eine sachliche Kommunikation, die nicht skandalisiert und verunsichert, sondern analysiert, informiert und aufklärt.

 

Ein Beispiel: NRW hat als erstes Bundesland die Chargennummer belasteter Eier veröffentlicht. Das Interesse der besorgten Öffentlichkeit war so groß, dass der
Server des Ministeriums drei Mal abstürzte.

 

Inzwischen bietet das Bundesverbraucherministerium im Internet ein umfangreiches Informationsportal an, über das man an alle relevanten Informationen – auch in den einzelnen Bundesländern – rasch und einfach kommen kann.

 

Gut so: denn hier werden die Ängste der Menschen ernst genommen. Es gibt sachliche Information und praktische Hilfe. Ein solches Modell sollte Schule machen.

 

Bleibt abzuwarten, ob auch die Aufarbeitung des Skandals ebenso professionell abläuft; ob auch hier auf parteitaktische Spielchen im Hinblick auf die sieben in diesem Jahr anstehenden Landtagswahlen verzichtet wird.

 

Das wäre gut, denn auf eines haben die Verbraucher hierzulande ein Anrecht: dass von politischer Seite her alles unternommen wird, dass sich ein solcher Skandal nicht wiederholt.


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