26. Juli 2016

Grenzgänger Folge 1: Media & Blogger Relations in Österreich?!

Kein Thema, möchte man meinen. Das Land ist so klein, „das machen wir aus [bitte beliebiges Land einsetzen] mit“. Wer nach den Ergebnissen dieser Pressearbeit sucht, findet meist nur homöopathische Spuren davon  – ausgenommen, die Absender heißen Google, Apple oder Facebook. Superbrands könnten es sich erlauben, nicht lokal zu agieren (sie tun es aber nicht ). Für alle anderen Unternehmen aber gilt: je lokaler, desto besser. Je näher, desto mehr Resultate.

 

Media und Blogger Relations sind Vertrieb

 

Warum ist das so? Das PR-Geschäft – der Vertrieb von Informationen – ist wie jedes andere ein persönliches. Und aufgrund der überschaubaren Medienlandschaft ist der redaktionelle Raum in Österreich hart umkämpft. Und dennoch: Die Dichte an Medien bezogen auf die Bevölkerungszahl ist weltweit einzigartig.

 

Gerade Österreich als kleines Land hat ein primäres Medienzentrum – und das ist Wien. Während es Bundesländer-Journalisten gewohnt sind, von Wiener PR-Agenturen per Telefon und elektronischen Medien kontaktiert zu werden und solcherart auch ihre Kontakte pflegen, erwarten Wiener Medienvertreter eben persönliche Kontakte.

 

„I love coffee, I love tea …“

 

„Das erledige ich mit ein, zwei Redaktionsbesuchen im Jahr“ werden jetzt vielleicht einige entgegnen. Weit gefehlt, das Tool „Redaktionsbesuch“ gibt es beispielsweise in Wien gar nicht; unter anderem deshalb, weil Wien eine ausgeprägte Kaffeehaus-Kultur hat. Da werden Unternehmens-News gemütlich bei Melange und Guglhupf besprochen.

 

Österreichische Journalisten und Blogger fordern „Commitment“, sie lieben den kontinuierlichen, persönlichen Kontakt und wollen in ihrer Arbeit (und ihrer Existenz) ernst genommen werden. Was umgekehrt ausschließt, dass man sie aus der Ferne „mitbetreuen“ kann. Sie wollen lokale Ansprechpartner, raschen Zugang zu Teststellungen und kurze Reaktionszeiten.

 

Geschriebene und ungeschriebene „Gesetze“

 

Bei Media Relations und Content Marketing geht es um lokale Marktkenntnis, um das Wissen der ungeschriebenen Dos und Don’ts der Branche und ihrer Protagonisten, um deren Vorlieben und nicht zuletzt um Vertrauen. Eine lokale, etablierte und bekannte PR-Agentur genießt einen Vertrauensvorschuss, den sich Newcomer erst erarbeiten müssen. Das sind die Gründe dafür, warum das Medienecho bei lokaler Betreuung um ein Vielfaches höher ist.

 

 

Mag. Brigitte Pawlitschek ist Geschäftsführerin unserer österreichischen Partneragentur results & relations – pr for technology. Die Wiener PR-Agentur ist seit mehr als 18 Jahren auf die Kommunikation von technologischen Themen in Österreich spezialisiert. results & relations operiert international und ist Mitglied der internationalen Agenturnetzwerke PRBI und Brands2Life Global.

 

 

 

 

 

Mit dem heutigen Gastbeitrag von Brigitte Pawlitschek beginnt ein neues Kapitel auf unserem Blog.  Ab sofort bloggen hier nicht mehr nur die Mitarbeiter der Agentur vom Hoff, sondern auch unsere Kollegen aus dem internationalen Netzwerk PRBI. Unsere Partner bieten Ihnen fachkundige Einblicke in die PR-Arbeit in anderen Ländern, sowohl in Europa wie auch in den USA.


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