12. März 2015

Fünf Tipps für die Kommunikation komplexer Inhalte

Ob Müllverbrennungsanlage, Kraftwärmekopplung oder Gascracker – Kommunikation zu Anlagen dieser Art stellt Kommunikatoren vor eine schwierige Aufgabe: Die Botschaften, die Unternehmen dazu in die Welt schicken wollen, sind mit hochkomplexen Inhalten verknüpft. Dennoch sind sie meist an eine breite, fachfremde Zielgruppe gerichtet. Hier ist eine Übersetzungsleistung von Ingenieur zu Otto Normalrezipient gefordert. Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, wie die Übersetzungsarbeit gelingt.

1. Mach es kurz
Das betrifft nicht nur die Erklärung und Ausführung über den Sachverhalt, sondern auch die Auswahl an Informationen. Das hört sich einfacher an als es ist: Denn meist haben Experten eine andere Sicht auf die Vorgänge als der PR-Fachmann. Deshalb ist es hilfreich, zunächst ausführliche Kernbotschaften in Abstimmung mit den Sachverständigen zu formulieren. Eine vorangegangene Analyse der Ausgangslage, die genaue Bestimmung der Zielgruppen und eine Strategie sind dabei dringend erforderlich. Denn eine genaue kommunikative Zielsetzung ist Voraussetzung für das Filtern von Informationen.

2. Mach es einfach
Die Informationen sollten in einfachen Worten und mit möglichst wenigen Fachbegriffen erklärt werden. Wo Fachbegriffe nötig sind, sind sie zu erläutern. Die Information sollte außerdem zielgruppengerecht aufbereitet sein: Wieso beschäftigen sich die Leute mit diesem technischen Thema? Welche Fragen stellen sie sich? Die übermittelte Information sollte sich auf die Bedürfnisse der Adressaten beschränken. Verweise auf FAQs oder andere Quellen mit ausführlichen Inhalten können an anderer Stelle für Interessierte angeboten werden.

3. Mach es richtig
Gerade in der Projektkommunikation ist es äußerst wichtig, dass die Informationen hieb- und stichfest sind. Ein enger Austausch mit den Experten ist dringend angeraten. Dabei sollten sich die Verantwortlichen im Klaren sein, dass alle Informationen nachvollziehbar und überprüfbar sein müssen. Sonst läuft man Gefahr, Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu verspielen.

4. Mach es bildlich
Zum Verständnis technisch komplexer Prozesse und Anlagen sind Abbildungen, interaktive Grafiken und Schaubilder sehr hilfreich. Wenn sie gut gemacht sind, erlauben sie dem Betrachter, auf einen Blick das Wichtigste zu erkennen. Sie ziehen außerdem die Aufmerksamkeit der Rezipienten auf sich und sind auch für die Presse- und Medienberichterstattung einsetzbar.

5. Mach es greifbar
Oft sind technologisch komplexe Inhalte abstrakt. Deshalb muss der Informationswert für den Rezipienten klar herausgearbeitet werden. Das gelingt besonders gut über einen Bezug zum Alltag. Die Bedeutung einer Industrieanlage erschließt sich dem Leser eher, wenn er weiß, dass sie Produkte herstellt, die jeder täglich nutzt.


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