1. Dezember 2011

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

Karl-Theodor zu Guttenberg will zurück. Zurück in die Politik, zurück in die Öffentlichkeit und zurück ins Rampenlicht. Aber dort will den einstigen Superstar der CSU die Mehrheit nicht mehr sehen.

 

51 Prozent der Deutschen lehnen seine Rückkehr in die Politik ab http://www.stern.de/politik/deutschland/stern-umfrage-zum-ex-minister-guttenberg-nein-danke-1756869.html

 

Kein Wunder, denn schon während der Plagiats-Affäre lag zu Guttenberg die Wahrheit weniger am Herzen. Brauchte es doch immensen öffentlichen Druck, um ihn zu einem Eingeständnis zu bewegen.

 

Wohlgemerkt: ein Eingeständnis einiger Fehler, nicht des Betruges. Daraufhin verschwand zu Guttenberg ohne weitere Erklärung in der Versenkung.

 

Das nimmt man ihm übel, denn ehrliche Kommunikation steht ja bekanntlich bei den Wählern hoch im Kurs. Nun ist einige Zeit vergangen, das Verfahren eingestellt und die Strafe gezahlt.

 

Damit ist aber das Thema nicht vom Tisch. Zu viele Fragen sind noch offen und damit hat das Thema „Doktorarbeit“ nach wie vor oberste Priorität, sobald man über zu Guttenberg spricht.

 

Da hilft es ihm auch nicht, erst einmal über alle anderen herzuziehen und die aktuelle Politik und ihre Akteure schlecht zu reden. Sich so überheblich und ohne wirkliche Reue zu präsentieren, grenzt schon fast an Dreistigkeit.

 

Er hätte die Affäre und sein Comeback souveräner meistern können, wenn er von Anfang an offen und ehrlich kommuniziert hätte. Den Vertrauensvorschuss hat er gehabt – und ihn sich durch sein Verhalten verspielt. Ein kommunikatives Desaster! So haftet ihm nun das Image eines Gescheiterten an, der es selbst nicht wahrhaben will.


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