29. November 2010

Raus aus der Sprachlosigkeit – endlich mal ein gutes Beispiel

Proteste gegen Atomtransporte, Kohlekraftwerke oder Laufzeitverlängerungen: Diese Themen erzeugten in letzter Zeit große mediale Aufmerksamkeit.

 

Auch die Unternehmen registrieren diese Entwicklung und bieten Antworten. Eine Antwort auf die zunehmende Industrieskepsis brachte in der letzten Woche zunächst nur regionales Interesse. Dabei beginnen große Veränderungen oftmals im Kleinen – und eben auch im Verborgenen.

 

Am Niederrhein unterzeichneten 13 Unternehmen der Kies- und Sandindustrie eine Gemeinsame Erklärung, in der sie sich zu ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt in der Region Niederrhein bekennen.

 

Durch den intensiveren Dialog mit Interessierten, durch verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln und als verlässlicher Partner bei der Entwicklung der Region wollen sie dieser Verantwortung nachkommen.

 

Dieses Beispiel zeigt, dass die Industrie die Skepsis, die ihr entgegengebracht wird, sehr ernst nimmt.

 

Ein Schritt in eine neue Richtung, wenn man bedenkt, wie verhärtet bislang die Fronten zwischen den Unternehmen und einem Teil der Menschen in der Region waren.

 

Fakt ist nämlich, dass die Kies- und Sandindustrie in der Region seit vielen Jahren angefeindet wird. Ihr wird pauschal vorgeworfen, den Menschen „die Heimat abzugraben“. Die neue NRW-Landesregierung spricht sogar von „Raubbau“.

 

Dabei wird aber übersehen, dass diese gesunde und subventionsfrei arbeitende Industrie in vielerlei Hinsicht Positives für die Region bewirkt hat: etwa beim Hochwasserschutz, bei der Schaffung ökologisch hochwertiger Naturschutzgebiete oder bei der Entwicklung von Naherholungsgebieten wie der Sechs-Seen-Platte in Duisburg oder der Xantener Nord- und Südsee.

 

Es ist ein positives Zeichen, dass sich die 13 Unternehmen zu verbindlichen Standards bekennen und den Dialog mit den politisch Verantwortlichen und mit den Bürgern suchen. Denn damit haben die Unternehmen einseitig einen Teufelskreis von Anklagen, Gerüchten und Vorwürfen überwunden und stellen sich der sachlichen Diskussion.

 

Nichts Besseres konnten sie tun. Denn es geht um die gemeinsame Entwicklung der Region und darum, die Erfordernisse einer modernen Wirtschaftsregion mit den Ansprüchen an einen attraktiven und gesunden Lebensraum zu verbinden. Blockaden und Dialogunwilligkeit führen hier nicht weiter.

 

Es bleibt abzuwarten, ob auch Gegner von Abgrabungsprojekten in der Lage sind, ihrerseits ihre Fundamentalopposition zu überwinden. Es würde der Region gut tun und es wäre ein gutes Beispiel für andere Branchen, deren Projekte in ähnlicher Weise kritisch diskutiert werden.

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