25. Oktober 2011

Lange Nacht der Industrie – ein Erfahrungsbericht

Lange Nacht der Industrie – ein Erfahrungsbericht

Sicherheit, Arbeitsplätze und Umweltschutz – an diesen drei Themen waren die Besucher des Cargill-Werks in Krefeld besonders interessiert.

 

Sicherheit: Unförmige weiße Papieroveralls, robuste Arbeitsschutzstiefel, Helm und Schutzbrille. Sicherheit ist heute zum Anfassen oder besser gesagt: zum Anziehen. Die rund 40 Teilnehmer der Tour durch das Werk des Nahrungsmittelherstellers Cargill in Krefeld amüsieren sich köstlich über ihr Äußeres. Aber, so erklärt der Gruppenleiter mit ernster Miene, was für die Mitarbeiter gelte, müsse auch für Besucher gelten. Auf einem Schild an der Einfahrt zum Werksgelände wird bereits ersichtlich, welch hohen Stellenwert Sicherheit bei Cargill einnimmt. „Mache Sicherheit zu deinem ständigen Begleiter“, steht dort.

 

Auch die Teilnehmer interessiert, wie das Unternehmen, das am Standort Krefeld vor allen Dingen Mais verarbeitet, für den Störfall vorgesorgt hat. „Bohren Sie dann in der Nase?“, fragt ein Mann provokant. Natürlich nicht, lautet die Antwort. Es würde immer sofort ein Mitarbeiter prüfen, welches Problem vorliege.

 

Sicherheit bedeutet in der Nahrungsmittelproduktion jedoch nicht nur physischen Schutz vor der Gewalt der Maschinen, sondern auch strengste Hygiene und Qualitätsansprüche. Der Mais würde vor der Verarbeitung kontrolliert auf Giftspuren oder gentechnische Veränderungen, erläutert der Unternehmensvertreter. Das hören die Teilnehmer gerne.

 

Arbeitsplätze: Schon auf der Fahrt zum Cargill-Werk weist die Mitarbeiterin des Organisationsteams darauf hin, dass gerne etwaige Bewerbungsmappen an Ort und Stelle abgegeben werden können. Zwar hat niemand eine Mappe vorbereitet, aber Fragen zum Unternehmen als Arbeitgeber haben die Teilnehmer eine Menge. Welche Ausbildungswege eignen sich? Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Wie hat sich die Zahl der Arbeitsplätze entwickelt? Dazu gibt ein Mitarbeiter bereitwillig Auskunft. Längst müsse sich Cargill im Wettbewerb um gute Kräfte behaupten, sagt er und gibt noch einen Tipp: wer ein ingenieurswissenschaftliches Studium zügig und mit guten Noten abschließe, habe sehr gute Chancen.

 

Umweltschutz: Vom Dextroseturm aus hat die Gruppe einen Panoramablick über das Werksgelände und den Krefelder Hafen. Einem Teilnehmer fällt der Qualm aus einem der Schornsteine auf. Dies sei nur Wasserdampf, beschwichtigt der Tourleiter.

 

Der TÜV prüfe regelmäßig, ob die zulässige Feststoffmenge im Dampf nicht überschritten werde. Auch Gerüche und Lärmpegel würden überwacht. Aber, und das ist eine Lektion der Langen Nacht, ganz ohne Emissionen sei keine industrielle Produktion möglich.

 

Weitere Informationen zur Langen Nacht der Industrie unter:
http://www.langenachtderindustrie.de/


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