16. Januar 2019

Es war einmal vor langer Zeit in einem weit, weit entfernten Unternehmen…

  Als Kommunikationsberater sind wir wahrlich keine Hexer, allwissend oder Götter. Aber wir gehören zur hellen Seite der Macht. Zumindest dann, wenn es darum geht, Unternehmen, NGOs oder öffentlichen Trägern dabei zu helfen, den Kampf gegen eingestaubte und veraltete Kommunikationswege, -strategien und Botschaften zu führen.   Dafür braucht es jedoch die Bereitschaft aller Teilnehmer. Den Willen zu lernen, sich zu entwickeln und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Der Jedi-Meister Yoda sagte einst: „Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein versuchen“. Während Luke Skywalker diesem weisen Satz einst nicht folgen konnte, sollten Sie das schon. Denn ansonsten führt Sie Ihr Pfad zur Dunklen Seite der Macht. Und wie wir wissen: Diese Seite verliert am Ende immer.   Immer wieder erleben wir in unserer Praxis, dass interne Rebellionen den Prozess von Veränderung und Gestaltung blockieren. Dass unterschiedliche Interessenlagen das vorherrschende Potenzial mindern. Dies mag u. a. daran liegen, dass wir Menschen schnell zu einer Abwehrhaltung übergehen, wenn wir uns bedroht oder kritisiert fühlen. Aber, und so viel wissen wir heute, „die Furcht vor Verlust der Pfad zur Dunklen Seite ist“ (vgl. Jedi-Meister Yoda. Die Rache der Sith. 2005). Doch sind wir als Berater keine Sith und gehören auch nicht zum Imperium. Eigentlich sind wir genau wie Sie und Ihre Mitarbeiter: Wir sind Jedi-Ritter.   Die Vergangenheit kann uns vieles lehren. Aus ihr können wir über Beispiele, über Erfahrungen und Erlebtes berichten und Schlüsse ziehen. Ich möchte Ihnen daher anhand eines Beispiels in Anlehnung an den obigen  Lauftext aufzeigen, was passieren kann, wenn interne Auseinandersetzungen zu kleineren Rebellionen werden und warum wir als Berater auch oft „Hüter des internen Friedens“ sein müssen:   Im Rahmen einer datenbasierten Stakeholder-Analyse und einer darauf aufbauenden Optimierung des unternehmerischen Reputationsmanagements hatten wir als Agentur kürzlich mit Mitgliedern einer Organisation zu tun, die aus verschiedenen Abteilungen stammten. Sie alle einte der Wunsch nach Veränderung. Was sie jedoch gleichfalls einte, war der Wunsch danach, dass diese Veränderung nicht in der eigenen, sondern nur in den anderen Abteilungen geschieht.   Und somit zugleich die Angst vor Verlust und Wandel. Dies führte dazu, dass insbesondere die Kommunikationsabteilung mit gezogenem Lichtschwert in die „aggressiven Verhandlungen“ (vgl. Anakin Skywalker, Angriff der Klonkrieger, 2002) einstieg. Und schnell in den offenen Kampf gegen die übergeordnete Abteilung „Medien- und Marketing-Management“ – kurz „Medirium“ – eintrat. Der Beginn interner Haus Wars.   Die einzelnen Interessengruppen – ja auch diese bestehen in Ihrem Unternehmen – rebellierten gegen Vorschläge zu ihren Abteilungen und begrüßten die Änderungsvorschläge anderer. Wandel und Erkenntnis sehen anders aus und werden gleichfalls blockiert. Frust und Angst waren die kollektive Folge. Sie führten „zu Wut, Wut führte zu Hass und Hass führte“ zu internen Streitigkeiten mit Akteuren des einseitig benannten „bösen Mediriums“. Für das Unternehmen ist dies eine Dunkle Bedrohung.   Als Hüter des Friedens – ganz in der Tradition unserer Jedi-Brüder und -Schwestern – ist es in solchen Situationen unsere Aufgabe, unserem Gegenüber klar zu machen, dass wir als Berater niemanden persönlich kritisieren wollen. Und dass es nicht zu unseren Aufgaben gehört, persönliche Unzulänglichkeiten oder Fehler aufzuspüren. Unsere Aufgabe ist es, Ihnen dabei zu helfen sich zu entwickeln. Wir geben „Neue Hoffnung“. Die Hoffnung darauf, Alteingesessenes beizubehalten – sofern es funktioniert.   Und dass „Neues“ ihre Arbeit fruchtender, bereichernder und besser machen kann. Dafür machen wir Optimierungsvorschläge – nicht mehr und nicht weniger. Ob Sie diese im Zuge ihrer gemeinsamen strategischen Entscheidungsprozesse umsetzen, obliegt ihnen. Nicht uns. Wir geben Entscheidungshilfen und treffen keine Entscheidungen. Wir sind Hüter und Wegbereiter zugleich. Aber keine Brut der Dunklen Seite, die Veränderungen mit Hilfe der Macht und des Laserschwerts erkämpfen möchte.   Der Fehler, der die Existenz interner Rebellionen begünstigt, liegt in den Anfängen des Unterstützungsprozesses. Denn dort lassen viele Unternehmen den Dialog mit den eigenen Projektteilnehmern vermissen. Wie Sie sicherlich wissen, sind die Jedi aus Star Wars die Hüter der Galaxis, Friedensstifter und Weise zugleich. Ihre Intention ist die Sicherstellung einer friedlichen Zusammenarbeit. Eines übergreifenden Miteinanders. Etwas das auch Sie brauchen, um sich als Unternehmung, als Abteilung oder als Kommunikatoren zu entwickeln. Dafür müssen Sie jedoch untereinander klären, welche Erwartungshaltungen Sie an eine Beratung haben, warum Sie sich verändern wollen und wie Sie mit den Ergebnissen unserer Arbeit umzugehen gedenken.   Yoda würde Ihnen nun folgendes Raten: „Du kannst Veränderungen nicht aufhalten. Genauso, wie du die Sonne nicht daran hindern kannst unterzugehen.“ Ich rate Ihnen zudem: Möchten Sie wirklich eine allseits akzeptierte Veränderung herbeiführen: Dann ziehen Sie an einem Strang. Nicht als Padawan und Meister, sondern als gleichgestellte Jedi-Ritter. Machen Sie sich gemeinsam klar, was Sie bereit sind zu verändern und dass unsere Beratung keine Folgen für einzelne Personen haben wird. Setzen Sie einen gemeinsam Jedi-Kodex auf.   Erklären Sie sich gemeinsam einverstanden, dass Sie unseren Ergebnissen offen gegenüberstehen und dass die Entscheidung, welche Empfehlungen Sie umsetzen wollen, im Austausch getroffen wird. Und nehmen Sie es ein weiteres Mal mit Yoda: „Öffnet euch und spürt die Macht, die euch umgibt.“ Nur wer dafür bereit ist, kann ein wahrer Jedi sein. Und kein großer Krieger in den internen HAUS WARS. Denn „Groß machen Kriege niemanden“!   In diesem Sinne: Möge unsere Beratung mit Ihnen sein.


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