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16. November 2016

Ein Plädoyer für präfaktisches Vertrauen

Vorne: Ein Redner. Das Publikum: Überwiegend männlich besetzte Stuhlreihen. Farblich dominiert das helle Grau und Weiß des dünner werdenden Haares. Gespannte Stille, wenn der Redner spricht.

 

Zustimmendes Gemurmel, wenn einmal mehr von einer abstrakten Gefahr die Rede ist, die von sich ändernden Verhältnissen ausginge. Gelegentlich ein Zwischenruf: Die etablierte politische Führung, nicht mehr kontrollierbar durch gegenseitig abhängige Institutionen, müsse radikal ersetzt werden.

 

Szenenwechsel.

 

Vorne: Die Moderation. Das Publikum: Überwiegend männlich besetzte Stuhlreihen. Farblich dominiert das helle Grau und Weiß des dünner werdenden Haares. Unruhe, wenn der Moderator spricht.

 

Ablehnendes Geraune, wenn von sich ankündigenden Veränderungen bestehender Verhältnisse die Rede ist. Gelegentlich ein Zwischenruf: Unsere Meinung ist doch ohnehin nicht relevant!

 

 

Der wahre Kern

 

 

Beide Szenarien haben einiges gemeinsam. Zunächst, neben der oberflächlichen Beschreibung der Äußerlichkeiten, die Stimmung der Teilnehmenden: Nach Möglichkeit sollte der Status Quo sich nicht ändern, wenn nicht sogar ein bereits zurückliegender Zeitpunkt wieder hergestellt werden.

 

Darüber hinaus die Wahrnehmung, dass die eigene Meinung nichts zählte, „die da oben“ machten ohnehin was sie wollten. Und natürlich, besonders offensichtlich, handelt es sich jeweils um Klischees – die überspitzte, karikaturistische Beschreibung einer aber doch tatsächlich vorhandenen, gesellschaftlichen Entwicklung.

 

Im ersten Fall: Eine Versammlung politisch unzufriedener, sich nicht repräsentiert fühlender Bürger, der AfD (http://www.vomhoff.de/aktuelles/blog/wie-haeltst-dus-mit-der-afd/) nicht unähnlich. Das zweite Szenario: Ein klassisches Format der Bürgerbeteiligung.

 

Beides verdeutlicht: Ja, es handelt sich Phänomene der – allerdings nicht nur – deutschen gesellschaftlichen Landschaft.

 

 

Inhalte überwinden?

 

 

Vor der politischen Wirklichkeit haben viele lange die Augen verschlossen. Das „Dagegensein“ hat in Form populistisch formulierter Agenden eine politische Heimat gefunden, und das nicht nur in den USA. Auch in Deutschland sowie ganz Europa müssen wir uns insbesondere im Hinblick auf die Wahlen 2017 damit arrangieren.

Auch – oder vielleicht besser: deshalb – werden in Zukunft dialogische Beteiligungsformate fester Bestandteil der Politik- und Kommunikationskultur sowohl in Unternehmen als auch Kommunen bleiben müssen.

 

Im Gegensatz zur parteipolitisch legitimen Ansprache eines bestimmten Klientels ist es im Stakeholderdialog jedoch durchaus ein Problem, nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen zu erreichen. An dieser Stelle beginnt der wesentliche Unterschied zwischen den Szenarien.

 

Denn die Akzeptanz und das Gelingen durchgeführter Dialogformate hängen nicht zuletzt davon ab, ob alle relevanten Gruppen nicht nur mit Berücksichtigung oder Anwesenheit, sondern eben auch mit aktiver Beteiligung glänzen.

 

Dass dies bis heute nicht unbedingt gelingt, und die Legitimität der quantitativ zunehmenden Beteiligungsformate in Frage stellt, zeigt nicht zuletzt auch das zunehmende wissenschaftliche Interesse (https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GP_Gespaltene_Demokratie.pdf) an der Überwindung dieses Dilemmas.

 

Anstatt erneut die Augen vor dem Anstehenden zu verschließen, kann im Rahmen der Beteiligung jedoch durch ein frühzeitiges, aktives Handeln dem gewünschten produktiven Austausch der Boden bereitet werden. Ob und inwiefern dieses gelingt, hängt auch mit einem weiteren gesellschaftlichen Modewort zusammen.

 

Es liegt beiden obigen Klischees zugrunde und wurde sogar heute vom Oxford Dictionary zum Wort des Jahres gekürt: Das Postfaktische (https://www.youtube.com/watch?v=hbUWP7iyhac).

Unabhängig von der individuellen Bewertung dieses Begriffs hat das Gefühl des Nicht-Adressiert-Werdens einen primär emotionalen, nicht aber faktischen, Ursprung.

 

Der Eindruck des Nicht-Gehört-Werdens wird von neuen politischen Kräften aufgegriffen, die ihrerseits ebenso wenig mit Fakten arbeiten und ausschließlich versuchen, die Emotionen zu bedienen. (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-06/populismus-brexit-donald-trump-afd-fakten).

 

Der Reiz für Unternehmen, aber auch Kommunen und Verbände, liegt nun ebenfalls in dem scheinbar leichteren kommunikativen Weg jenseits der Fakten, um sich bestenfalls die Unterstützung, zumindest aber das Wohlwollen der Bürger zu sichern.

 

Nicht zuletzt der US-Wahlkampf zeigt jedoch: Eine stärkere Emotionalisierung führt lediglich zu einer stärkeren Polarisierung der Gesellschaft und so letztlich zur Stigmatisierung des jeweils Anderen.

 

Nur weil eine emotionalisierte Ansprache die Gelegenheit bietet, einen größeren Teil der betroffenen Gesamtgruppe anzusprechen, ist dies noch in keinem Fall die Garantie, dass sich letztendlich unterschiedliche Gruppen aktiv und produktiv beteiligen. Erste Ergebnisse einer Studie (http://www.partizipativ-gestalten.de/forschungsprojekt-inklusion-in-der-buergerbeteiligung/) zeigen, dass der wesentliche Grund für die Nicht-Teilnahme an dialogischen Formaten mangelndes Vertrauen in die tragende Institution ist.

 

Intransparenz im Umgang mit den Ergebnissen kann als eine der wesentlichen Ursachen hierfür gelten. Dadurch bildet sich ein Kreislauf aus abnehmender Partizipation und schwindendem Vertrauen: Aufgrund des mangelnden Vertrauens in die Objektivität und Transparenz von Beteiligungsformaten sowie den Vorhabenträger nimmt ein Großteil der relevanten Zielgruppen nicht am Dialog teil – es bleiben die „üblichen Verdächtigen“.

 

Dies führt zu Ergebnissen, die von der Mehrheit unter Umständen nicht getragen werden. Was im Umkehrschluss zu einer weiteren Reduktion des Vertrauens und damit einer niedrigeren Bereitschaft zur Partizipation einhergeht. Wie also dem begegnen?

 

 

Vor den Fakten heißt vor den Emotionen

 

 

Befindet sich der Gegenstand bereits in einem emotionalisierten Zustand, sind die Perspektiven aller nur noch schwer an einen Tisch zu bringen. Die inzwischen standardisierte Antwort darauf beinhaltet die Binsenweisheit, dass der gelingende Dialog also bereits vor der Faktenschaffung etabliert werden muss.

 

Stimmen die Voraussetzungen für einen gelingenden, komplett beteiligenden Dialog nicht, behebt dieser auch das eigentliche Problem nicht.

 

Um diesen Zustand zu vermeiden, sollten Institutionen sich frühzeitig positionieren und kommunizieren. Transparenz, Offenheit, Dialog auf Augenhöhe sind oftmals weitere phrasenartig vorgebetete Modewörter.

 

Sie sollten stattdessen in der Kommunikation jeder Institution ernst genommen und gelebt werden, und zwar lange vor und unabhängig von konkreten Projekten. Dies geht über die klassische PR-Arbeit hinaus, und sollte doch aufgrund der sich ändernden Erwartungen ein wesentlicher Teil derselben sein.

 

Ziel muss ein Format sein, in dem jeder seine eigenen Perspektiven einbringen kann, und in dem eine Kultur des offenen Dialogs gelebt wird. Somit werden vertrauensbasierte Institutionen des Austauschs etabliert, die im möglichen späteren Fall eines akuten Konflikts die belastbare Grundlage bilden können.

 

In der erfolgreichen Praktizierung von Public Affairs gilt dies schon lange. Warum also nicht auch in einer offenen Kommunikation mit bürgernahen Stakeholdern? Und wenn zugleich dieser erste Teil der neuen Funktionskette mit einem Mehraufwand einhergeht, so gilt die gleiche Regel wie bei den bisherigen Empfehlungen zur Bürgerbeteiligung: Langfristig macht der frühe Dialog auch ökonomisch Sinn. Denn auf den Austausch folgt Vertrauen, auf Vertrauen (http://www.vomhoff.de/geschaeftsfelder-und-leistungen/unternehmenskommunikation/externe-kommunikation/ ) Partizipation, auf Partizipation gemeinschaftliche Ergebnisse.

 

Dem Kreislauf sich reduzierender Partizipation und schwindenden Vertrauens kann somit ein positiver entgegengesetzt werden. Damit sich die Beteiligung, wenn es soweit ist, nicht als grau-weiße Wand manifestiert.


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vom Hoff Kommunikation Düsseldorf – Strategische Kommunikationsberatung für namhafte Unternehmen und Institutionen.