21. Dezember 2010

In eigener Sache – Ein Plädoyer für die Bahn

Wer kennt das nicht, diese Wut und Ungeduld, wenn es wieder heißt: Verspätung! Dann der Gedanke: „Das war ja eh klar“.

Hinzu kommen Menschenmassen, genervte Schaffner und der Fahrkartenautomat, der nicht funktioniert.

Das Reisen mit der Bahn kann schon nervenaufreibend sein. Fahrpreise steigen, Züge verspäten sich und Zugbegleiter haben kein Verständnis für persönliche Belange hinsichtlich der nicht vorhandenen Fahrkarte.

Und dann die meist nicht sehr freundlichen Ansagen im Zug oder auf dem Bahnsteig, nach dem Motto: „Wir erwarten für alles Ihr Verständnis“.

Die Deutsche Bahn hat es oft schwer oder tut sich schwer damit, ihre Fahrgäste emotional „aufzufangen“ sie davon zu überzeugen, dass die Bahn nun mal auf Schienen unterwegs ist und diese bekanntlich nicht allzu flexibel sind.

Doch irgendwo ist auch mal Schluss mit dem Meckern. Die „Schneewalze“ hat Deutschland überrollt und hat die Schienen dabei nicht ausgelassen.

Weder mit dem Auto, noch mit dem Flugzeug oder gar mit der Bahn kommt man zurzeit sicher und schnell ans Ziel.

So fallen bei diesen winterlichen Gegebenheiten auch Züge aus, haben Verspätung oder sind überfüllt, u. a. weil die Lufthansa ihren Kunden rät, doch lieber auf die Bahn umzusteigen.

Die Bahn ist mal wieder überfordert, so der Vorwurf, der in den Medien und der Politik wahrscheinlich in ganz Deutschland die Runde macht.

Anton Hofreiter, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagfraktion, wirft der Bahn sogar vor, sie würde ihrer „gesamtgesellschaftliche(n) Verantwortung“ nicht gerecht werden.

Sicherlich ist an den Vorwürfen gegenüber der Bahn etwas dran. Vielleicht hätte sie sich besser auf einen harten Winter einstellen sollen. Doch wer kann schon die Grenze ziehen zwischen höherer Gewalt und technischen Defiziten?

Vielleicht sollte die Bahn einfach das Projekt Stuttgart 21 auf ganz Deutschland ausbreiten. Wenn künftig dann die Züge alle unterirdisch fahren, würde ein so harter Winter sicherlich kein Problem darstellen.


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