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Zu hoch gepuscht? Das „Produkt“ Obama
Denkzettel? Debakel? Demontage?
Barack Obama hat die Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren. Dies ist in der politischen Kultur der USA nichts Neues. Im Jahr 2006 verloren die Republikaner die Kontrolle über den Kongress, 1994 erlebten die Demokraten unter Bill Clinton das Gleiche.
Der Ausgang dieser Kongresswahlen ist aber nicht nur eine politische Niederlage. Abgesehen davon, dass der Mandatsverlust der Demokraten unter Obama der höchste einer Präsidentenpartei seit mehr als 50 Jahren ist, müsste den interessierten Beobachter die Entwicklung des einstigen Mr. Perfect doch sehr verwundern.
Zur Erinnerung: Noch vor zwei Jahren war Obama quasi Synonym für Erfolg, Dynamik, Hoffnung, Optimismus, Friede, Wandel. Er war Gewinner des Friedensnobelpreises, der erste schwarze Präsident und Hoffnungsträger von Millionen Amerikanern.
Er wurde vergöttert, als Star gefeiert und sein Versprechen „Yes, we can“ faszinierte und motivierte Menschen aus aller Welt. Er verkörperte die Umgestaltung der amerikanischen Gesellschaft.
Dieses Image war perfekt und ebenso artifiziell. Obama war ganz oben noch bevor er das Oval Office auch nur einen Tag von innen gesehen hatte.
Barack Obama ist sympathisch, eloquent und selbstsicher – nicht umsonst wird er der „große Kommunikator“ genannt. Hinter dem „Produkt“ Obama steht aber nicht an erster Stelle die Persönlichkeit.
Der beispiellose Wahlkampf, seine Kampagne unter dem Motto „Change“ und nicht zuletzt die Nutzung des Internets haben neue Maßstäbe gesetzt. Die Einbindung diverser Web 2.0-Kanäle in seine Strategie gelten als Lehrbeispiel des „social media campaignings“.
Mehr als 90 Internet-Experten arbeiteten Vollzeit an der perfekten Vernetzung und Positionierung des Kandidaten. Durch sein Network „MyBarackObama“ konnte er nicht nur Millionen neuer finanzieller Unterstützer gewinnen, sondern Millionen Fans mobilisieren und so seine Botschaften viral verbreiten.
Und er hat es geschafft – er wurde gewählt. Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Barack Obama wurde perfekt vermarktet. Perfekt, wenn es darum gegangen wäre, einen Popstar oder Hollywoodidol auf dem Markt zu etablieren. Obama punktete mit emotionalen Themen.
Die Bürger haben das „Produkt“ Obama vergöttert, im Wahlkampf begeistert ein einfaches: „Yes, we can“. Wer aber den Weltfrieden verspricht, darf nicht an Guantanamo scheitern. Obama wurde zu hoch gepuscht, die Realität hat ihn nun eingeholt.
Seit der umstrittenen Gesundheitsreform werden die kritischen Stimmen immer lauter. Obama hat auf emotionaler Ebene Menschen begeistern können. Diese Menschen wollen nun Resultate sehen.
Sachthemen rücken in den Vordergrund und lassen die emotionale Komponente verblassen. Obama war bereits ganz oben, ist er nun schon am Ende angelangt? Oder kann er das Ruder noch einmal umreißen?
Barack Obama hat die Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren. Dies ist in der politischen Kultur der USA nichts Neues. Im Jahr 2006 verloren die Republikaner die Kontrolle über den Kongress, 1994 erlebten die Demokraten unter Bill Clinton das Gleiche.
Der Ausgang dieser Kongresswahlen ist aber nicht nur eine politische Niederlage. Abgesehen davon, dass der Mandatsverlust der Demokraten unter Obama der höchste einer Präsidentenpartei seit mehr als 50 Jahren ist, müsste den interessierten Beobachter die Entwicklung des einstigen Mr. Perfect doch sehr verwundern.
Zur Erinnerung: Noch vor zwei Jahren war Obama quasi Synonym für Erfolg, Dynamik, Hoffnung, Optimismus, Friede, Wandel. Er war Gewinner des Friedensnobelpreises, der erste schwarze Präsident und Hoffnungsträger von Millionen Amerikanern.
Er wurde vergöttert, als Star gefeiert und sein Versprechen „Yes, we can“ faszinierte und motivierte Menschen aus aller Welt. Er verkörperte die Umgestaltung der amerikanischen Gesellschaft.
Dieses Image war perfekt und ebenso artifiziell. Obama war ganz oben noch bevor er das Oval Office auch nur einen Tag von innen gesehen hatte.
Barack Obama ist sympathisch, eloquent und selbstsicher – nicht umsonst wird er der „große Kommunikator“ genannt. Hinter dem „Produkt“ Obama steht aber nicht an erster Stelle die Persönlichkeit.
Der beispiellose Wahlkampf, seine Kampagne unter dem Motto „Change“ und nicht zuletzt die Nutzung des Internets haben neue Maßstäbe gesetzt. Die Einbindung diverser Web 2.0-Kanäle in seine Strategie gelten als Lehrbeispiel des „social media campaignings“.
Mehr als 90 Internet-Experten arbeiteten Vollzeit an der perfekten Vernetzung und Positionierung des Kandidaten. Durch sein Network „MyBarackObama“ konnte er nicht nur Millionen neuer finanzieller Unterstützer gewinnen, sondern Millionen Fans mobilisieren und so seine Botschaften viral verbreiten.
Und er hat es geschafft – er wurde gewählt. Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Barack Obama wurde perfekt vermarktet. Perfekt, wenn es darum gegangen wäre, einen Popstar oder Hollywoodidol auf dem Markt zu etablieren. Obama punktete mit emotionalen Themen.
Die Bürger haben das „Produkt“ Obama vergöttert, im Wahlkampf begeistert ein einfaches: „Yes, we can“. Wer aber den Weltfrieden verspricht, darf nicht an Guantanamo scheitern. Obama wurde zu hoch gepuscht, die Realität hat ihn nun eingeholt.
Seit der umstrittenen Gesundheitsreform werden die kritischen Stimmen immer lauter. Obama hat auf emotionaler Ebene Menschen begeistern können. Diese Menschen wollen nun Resultate sehen.
Sachthemen rücken in den Vordergrund und lassen die emotionale Komponente verblassen. Obama war bereits ganz oben, ist er nun schon am Ende angelangt? Oder kann er das Ruder noch einmal umreißen?

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