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Wie Google den Bogen überspannt
Wer es in den Nachrichten auf den ersten Sendeplatz schafft, hat entweder Gutes zu vermelden oder steht im Mittelpunkt der öffentlichen Kritik. Google, einst gefeiert als Star einer digitalen Revolution, wird zunehmend als Bedrohung gegenüber der Wahrung der eigenen Privatsphäre empfunden. Interessant dabei die Metamorphose vom „good guy“ zum „bad guy“.
Google ist aus unserer Arbeitswelt und aus unserem Freizeitverhalten kaum noch wegzudenken. Google ist ein Gattungsbegriff – wir alle „googlen“.
„Don`t be evil“ – der selbstgewählte Slogan des Internetriesen war lange Zeit Programm, gerade in der öffentlichen Wahrnehmung. Das ehemalige Startup-Unternehmen stand für Erfolg, jugendliche Dynamik und vor allem eine authentische Moralvorstellung. Auf der Suche nach immer neueren und innovativeren Produkten hat Google nunmehr offensichtlich den Bogen überspannt. Schlagworte wie Zensur, fehlende Transparenz oder Monopolstellung dominieren in der öffentlichen Auseinandersetzung mit Google.
Ein Thema erhitzt die Gemüter besonders: „Street View“.
Der Eingriff in die Privatsphäre, der Umgang mit persönlichen Daten, das Darstellen von Personen, Häusern und Grundstücken, Fahrzeugen etc. ist von einer großen Mehrheit der Öffentlichkeit als „virtuelles Produkt“ nicht gewollt. Dabei steht die Bevölkerung gemeinsam mit Politik, Verbraucherschutzorganisationen und Datenschutzbeauftragten in einer Linie. Doch nicht nur wegen des umstrittenen Fotodienstes gerät Google weiter in die Schusslinie.
Vielmehr ist es die Ignoranz, mit der das Unternehmen Google über die Bedenken der Bevölkerung hinweg geht. Widersprüche gegen die Veröffentlichung von Bildern sollen nur in den nächsten vier Wochen entgegengenommen werden, es gibt keine Service-Hotline und welche Daten werden eigentlich gespeichert und weiter vernetzt? Diese unzumutbare Informationspolitik zeigt, dass die schiere Größe von Unternehmen auch Ignoranz und Arroganz mit sich bringt.
In diesem Punkt ist das einst so beliebte Unternehmen mit den beiden Collegeboys als Gründer heute in der Wahrnehmung kaum anders als die Deutsche Bank. Größe bedeutet Verantwortung. Größe bedeutet auch Macht. Wird diese Macht missbraucht, so führt dies reflexartig zu einer öffentlichen Empörung.
Die Folge: ein Kommunikationsdesaster für das Unternehmen, das sich auch wirtschaftlich negativ auswirken könnte. Es liegt nunmehr selbst in der Hand von Google mögliche Entscheidungen zu revidieren, nachzubessern, ansonsten hat es sich vielleicht in Deutschland schon bald „ausgegooglet“.
Google ist aus unserer Arbeitswelt und aus unserem Freizeitverhalten kaum noch wegzudenken. Google ist ein Gattungsbegriff – wir alle „googlen“.
„Don`t be evil“ – der selbstgewählte Slogan des Internetriesen war lange Zeit Programm, gerade in der öffentlichen Wahrnehmung. Das ehemalige Startup-Unternehmen stand für Erfolg, jugendliche Dynamik und vor allem eine authentische Moralvorstellung. Auf der Suche nach immer neueren und innovativeren Produkten hat Google nunmehr offensichtlich den Bogen überspannt. Schlagworte wie Zensur, fehlende Transparenz oder Monopolstellung dominieren in der öffentlichen Auseinandersetzung mit Google.
Ein Thema erhitzt die Gemüter besonders: „Street View“.
Der Eingriff in die Privatsphäre, der Umgang mit persönlichen Daten, das Darstellen von Personen, Häusern und Grundstücken, Fahrzeugen etc. ist von einer großen Mehrheit der Öffentlichkeit als „virtuelles Produkt“ nicht gewollt. Dabei steht die Bevölkerung gemeinsam mit Politik, Verbraucherschutzorganisationen und Datenschutzbeauftragten in einer Linie. Doch nicht nur wegen des umstrittenen Fotodienstes gerät Google weiter in die Schusslinie.
Vielmehr ist es die Ignoranz, mit der das Unternehmen Google über die Bedenken der Bevölkerung hinweg geht. Widersprüche gegen die Veröffentlichung von Bildern sollen nur in den nächsten vier Wochen entgegengenommen werden, es gibt keine Service-Hotline und welche Daten werden eigentlich gespeichert und weiter vernetzt? Diese unzumutbare Informationspolitik zeigt, dass die schiere Größe von Unternehmen auch Ignoranz und Arroganz mit sich bringt.
In diesem Punkt ist das einst so beliebte Unternehmen mit den beiden Collegeboys als Gründer heute in der Wahrnehmung kaum anders als die Deutsche Bank. Größe bedeutet Verantwortung. Größe bedeutet auch Macht. Wird diese Macht missbraucht, so führt dies reflexartig zu einer öffentlichen Empörung.
Die Folge: ein Kommunikationsdesaster für das Unternehmen, das sich auch wirtschaftlich negativ auswirken könnte. Es liegt nunmehr selbst in der Hand von Google mögliche Entscheidungen zu revidieren, nachzubessern, ansonsten hat es sich vielleicht in Deutschland schon bald „ausgegooglet“.

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