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Neue Netze braucht das Land
„Deutschland kann im Jahr 2050 zu hundert Prozent Klima schonend mit Strom
aus erneuerbaren Energien versorgt werden.“ Diese Kernaussage präsentierte der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) Anfang Mai bei einer Anhörung im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages. Szenarien, die sich auf Modell-
berechnungen des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stützen, hätten gezeigt: Eine vollständig erneuerbare Stromversorgung bis 2050 sei zu wettbewerbs-
fähigen Kosten möglich. Dabei könne Versorgungssicherheit zu jeder Stunde des Jahres gewährleistet werden.
Ein hoher Anspruch, denn selbstverständlich wissen auch die SRU-Experten: Wind- und Solarkraftwerke erzeugen nur dann viel Strom, wenn es kräftig weht oder die
Sonne scheint. Der Handlungsbedarf ist erkannt: Das Energiesystem muss insge-
samt effizienter werden. Um die Nachfrage künftig besser decken zu können, müssen Speicher und Netze ausgebaut werden. Daher werden beispielsweise Photovoltaik-
anlagen, kleine Wasserkraftwerke, Windkraft- und Biogasanlagen zu virtuellen Kraft-
werken zusammengeschlossen. Sie agieren dann im Gesamtnetz als zentrale Kraftwerke.
An solchen Lösungen arbeiten Industrie und Forscher derzeit mit Hochdruck – sie entwickeln in Feldversuchen und Pilotanlagen Techniken für Smart Grids. Kein Wunder, geht es hier doch um einen milliardenschweren Markt. Die intelligenten Stromnetze sollen den Stromverbrauch künftig so steuern, dass extreme Spitzenlasten vermieden werden können. Verteilt sich der Verbrauch gleichmäßig über 24 Stunden, sind auch die Kraftwerke der Versorger gleichmäßiger ausgelastet.
Doch eins ist klar: Für die so geplante Speicherung von Strom ist eine enge Zusammenarbeit der europäischen Länder unerlässlich. Denn in windarmen Zeiten müsste – mit leistungsfähigen Netzen – zum Beispiel Sonnenenergie aus Südeuropa oder Nordafrika nach Nordeuropa transferiert werden. Idealerweise würde eine intelligen-
te Steuerung und Kombination erneuerbarer Energien so die Grundlage einer innovativen Energieversorgung schaffen. Das würde die effektive Regulierbarkeit der Energieversorg-
ung in Europa revolutionieren.
Aber, Hand aufs Herz: Ist Europa eigentlich momentan in der Lage, Antworten auf drängende Zukunftsfragen zu formulieren? Die Griechenland-Krise hat den Glauben an gemeinsame Projekte nicht gerade gestärkt. Das Netz für Griechenland muss ziemlich fest gezurrt sein, denn ansonsten reißen Netze nicht nur beim Euro!
aus erneuerbaren Energien versorgt werden.“ Diese Kernaussage präsentierte der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) Anfang Mai bei einer Anhörung im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages. Szenarien, die sich auf Modell-
berechnungen des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stützen, hätten gezeigt: Eine vollständig erneuerbare Stromversorgung bis 2050 sei zu wettbewerbs-
fähigen Kosten möglich. Dabei könne Versorgungssicherheit zu jeder Stunde des Jahres gewährleistet werden.
Ein hoher Anspruch, denn selbstverständlich wissen auch die SRU-Experten: Wind- und Solarkraftwerke erzeugen nur dann viel Strom, wenn es kräftig weht oder die
Sonne scheint. Der Handlungsbedarf ist erkannt: Das Energiesystem muss insge-
samt effizienter werden. Um die Nachfrage künftig besser decken zu können, müssen Speicher und Netze ausgebaut werden. Daher werden beispielsweise Photovoltaik-
anlagen, kleine Wasserkraftwerke, Windkraft- und Biogasanlagen zu virtuellen Kraft-
werken zusammengeschlossen. Sie agieren dann im Gesamtnetz als zentrale Kraftwerke.
An solchen Lösungen arbeiten Industrie und Forscher derzeit mit Hochdruck – sie entwickeln in Feldversuchen und Pilotanlagen Techniken für Smart Grids. Kein Wunder, geht es hier doch um einen milliardenschweren Markt. Die intelligenten Stromnetze sollen den Stromverbrauch künftig so steuern, dass extreme Spitzenlasten vermieden werden können. Verteilt sich der Verbrauch gleichmäßig über 24 Stunden, sind auch die Kraftwerke der Versorger gleichmäßiger ausgelastet.
Doch eins ist klar: Für die so geplante Speicherung von Strom ist eine enge Zusammenarbeit der europäischen Länder unerlässlich. Denn in windarmen Zeiten müsste – mit leistungsfähigen Netzen – zum Beispiel Sonnenenergie aus Südeuropa oder Nordafrika nach Nordeuropa transferiert werden. Idealerweise würde eine intelligen-
te Steuerung und Kombination erneuerbarer Energien so die Grundlage einer innovativen Energieversorgung schaffen. Das würde die effektive Regulierbarkeit der Energieversorg-
ung in Europa revolutionieren.
Aber, Hand aufs Herz: Ist Europa eigentlich momentan in der Lage, Antworten auf drängende Zukunftsfragen zu formulieren? Die Griechenland-Krise hat den Glauben an gemeinsame Projekte nicht gerade gestärkt. Das Netz für Griechenland muss ziemlich fest gezurrt sein, denn ansonsten reißen Netze nicht nur beim Euro!

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kampagne 2011 haben wir bereits hier im Blog berichtet. ...
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