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Minister Guttenberg – vom Geschmähten zum gefeierten Held der Nation?
Ganz ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal in seinem Leben etwas geschummelt. Das ist allzu menschlich, sagen die einen. Die anderen wiederum sprechen von Lüge, Unwahrheit und fordern moralische Konsequenzen.
Das, was einen Normalsterblichen unter Umständen seine Karriereplanung kostet, prallt an dem aktuellen Verteidigungsminister zu Guttenberg ab.
Die Geschichte erinnert ein wenig an Siegfried in der Nibelungensage, der durch das Bad im Blut des Drachens unverletzbar wurde. Erst Afghanistan, dann Gorch Fock, nunmehr der Eklat um die erschummelte Doktorarbeit.
Aus kommunikativer Sicht ein hochinteressanter Fall. Der Star und vermeintliche Thronfolger auf das Amt des Bundeskanzlers steckt tief in der Bredouille. Kann so
einer künftig überhaupt noch eine Führungsposition in der Politik ausüben?
Die Antwort lautet: Er kann. Guttenberg zeigt in der Krise Steherqualitäten. Nonchalant fordert er die Aberkennung des Doktortitels und wirft hinterher: „Ich stehe zu dem Blödsinn, den ich geschrieben habe“.
Und die Mehrheit der Nation verzeiht ihm. Sieht sie doch dahinter eine Kampagne mit dem Ziel, Guttenberg politisch ins Abseits zu drängen. Anstatt den Minister zu verurteilen, steigen seine Sympathiewerte und ein breiter Solidaritätsteppich legt sich über das ganze Land.
Guttenberg sucht den Vorstoß nach vorne und zieht triumphal zu AC/DC-Klängen
auf dem Valentinstreffen der hessischen CDU ein. Was vor wenigen Tagen als kommunikatives Desaster daherkam, scheint nunmehr zu einer Königsweihe zu werden.
An Guttenberg prallen alle Schüsse ab. Im Gegenteil, gestählt scheint er aus diesen Niederlagen hervorzukommen – und empfiehlt sich zugleich für höhere Ämter.
Für die Kommunikation von Führungskräften im politischen und wirtschaftlichen Raum heißt dies doch: Die Menschen mögen Führungspersönlichkeiten mit Ecken und Kanten. Fehler sind erlaubt.
Die Frage ist, wie souverän die Person kritische Situationen meistert. Das macht erst eine Führungskraft aus und das erzeugt Sympathie und Gefolgschaft.
Die Rezeptur dazu: Authentizität, Durchsetzungsvermögen und eine Persönlichkeit, die auch nicht davor scheut, einmal anzuecken.
Was meinen Sie: Wird Guttenberg das kommunikative Desaster überleben und welcher Weg steht ihm bevor?
Das, was einen Normalsterblichen unter Umständen seine Karriereplanung kostet, prallt an dem aktuellen Verteidigungsminister zu Guttenberg ab.
Die Geschichte erinnert ein wenig an Siegfried in der Nibelungensage, der durch das Bad im Blut des Drachens unverletzbar wurde. Erst Afghanistan, dann Gorch Fock, nunmehr der Eklat um die erschummelte Doktorarbeit.
Aus kommunikativer Sicht ein hochinteressanter Fall. Der Star und vermeintliche Thronfolger auf das Amt des Bundeskanzlers steckt tief in der Bredouille. Kann so
einer künftig überhaupt noch eine Führungsposition in der Politik ausüben?
Die Antwort lautet: Er kann. Guttenberg zeigt in der Krise Steherqualitäten. Nonchalant fordert er die Aberkennung des Doktortitels und wirft hinterher: „Ich stehe zu dem Blödsinn, den ich geschrieben habe“.
Und die Mehrheit der Nation verzeiht ihm. Sieht sie doch dahinter eine Kampagne mit dem Ziel, Guttenberg politisch ins Abseits zu drängen. Anstatt den Minister zu verurteilen, steigen seine Sympathiewerte und ein breiter Solidaritätsteppich legt sich über das ganze Land.
Guttenberg sucht den Vorstoß nach vorne und zieht triumphal zu AC/DC-Klängen
auf dem Valentinstreffen der hessischen CDU ein. Was vor wenigen Tagen als kommunikatives Desaster daherkam, scheint nunmehr zu einer Königsweihe zu werden.
An Guttenberg prallen alle Schüsse ab. Im Gegenteil, gestählt scheint er aus diesen Niederlagen hervorzukommen – und empfiehlt sich zugleich für höhere Ämter.
Für die Kommunikation von Führungskräften im politischen und wirtschaftlichen Raum heißt dies doch: Die Menschen mögen Führungspersönlichkeiten mit Ecken und Kanten. Fehler sind erlaubt.
Die Frage ist, wie souverän die Person kritische Situationen meistert. Das macht erst eine Führungskraft aus und das erzeugt Sympathie und Gefolgschaft.
Die Rezeptur dazu: Authentizität, Durchsetzungsvermögen und eine Persönlichkeit, die auch nicht davor scheut, einmal anzuecken.
Was meinen Sie: Wird Guttenberg das kommunikative Desaster überleben und welcher Weg steht ihm bevor?
1 Kommentare
Sonja
23. Februar 2011
23. Februar 2011
Für mich bleibt Guttenberg von jetzt an ein Lügenbaron. Vielleicht hat er sich sogar sein Staatsexamen erschlichen, ein zweites hat er ja nicht einmal abgelegt. Sogar seinen Lebenslauf hat er frisiert.

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