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Erfolg ist gefährlich und vom Ältestenrat kommt immer der älteste Rat – Die Agentur liest
„Provokative Ideen für Manager, Märkte, Mitarbeiter“. So untertiteln die Management-
berater Anja Förster und Peter Kreuz ihren Bestseller „Alles, außer gewöhnlich“, der im Econ-Verlag erschienen ist. Nun gut, hat man ja irgendwie alles schon mal gehört. In Erwartung viel heißer Luft vertiefte ich mich also während einer langen Zugfahrt in das Buch, das bei uns in der Agentur zirkulierte. Zu meiner Überraschung sollten sich aber weder Langeweile noch Augenrollen einstellen.
Dabei muss man nicht mit jeder These der Autoren einverstanden sein. Dass
engagierte Mitarbeiter Jahresboni als Beleidigung auffassen, kann ich als Arbeit-
nehmerin zum Beispiel nur weit von mir weisen. Fraglich ist auch, wie begeistert der Durchschnittsunternehmer der Aufforderung nachkommt, die eigene Misserfolgsrate
zu verdoppeln. Aber die gewagten Ratschläge zeigen: Förster und Kreuz halten ihr Versprechen, zu provozieren. Dabei geht es den beiden vor allem darum, Mut zu
machen. Mut das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mut zu echter Innovation.
Und eben Mut auch mal zu scheitern.
Angst sollen selbstzufriedene Manager höchstens vor dem eigenen Erfolg haben. Und vor Mitarbeitern, die brav, fleißig, und damit laut des Autorenduos vor allem eins sind: nutzlos. Förster und Kreuz treiben Schumpeters Gedanken der schöpferischen Zerstörung auf die Spitze mit der Forderung an Unternehmen, sich und ihre Produkte jeden Tag radikal neu zu erfinden. Dafür werben die beiden Querdenker unermüdlich mit echter Begeisterung, die den Leser auf jeder Seite förmlich anspringt.
Abgehoben? Vielleicht, aber das Körnchen Wahrheit ist da, vor allem wenn Förster und Kreuz deutsche Managementunsitten sezieren: die „Das haben wir schon immer so gemacht“-Mentalität, verschwurbelte Ingenieursdenke und die Weigerung Produkte zu erfinden, nach denen niemand ausdrücklich verlangt hat. Nicht zu vergessen die Liebe zum Benchmarking, denn: „Anpassung ist ein schlechter Rat, wenn es darum geht, die Welt zu verändern“.
„Alles, außer gewöhnlich“ ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, das zum Nachdenken, Lachen und heftigem Nicken anregt. Die ideale Lektüre für alle, die Außergewöhnliches vorhaben.
berater Anja Förster und Peter Kreuz ihren Bestseller „Alles, außer gewöhnlich“, der im Econ-Verlag erschienen ist. Nun gut, hat man ja irgendwie alles schon mal gehört. In Erwartung viel heißer Luft vertiefte ich mich also während einer langen Zugfahrt in das Buch, das bei uns in der Agentur zirkulierte. Zu meiner Überraschung sollten sich aber weder Langeweile noch Augenrollen einstellen.
Dabei muss man nicht mit jeder These der Autoren einverstanden sein. Dass
engagierte Mitarbeiter Jahresboni als Beleidigung auffassen, kann ich als Arbeit-
nehmerin zum Beispiel nur weit von mir weisen. Fraglich ist auch, wie begeistert der Durchschnittsunternehmer der Aufforderung nachkommt, die eigene Misserfolgsrate
zu verdoppeln. Aber die gewagten Ratschläge zeigen: Förster und Kreuz halten ihr Versprechen, zu provozieren. Dabei geht es den beiden vor allem darum, Mut zu
machen. Mut das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mut zu echter Innovation.
Und eben Mut auch mal zu scheitern.
Angst sollen selbstzufriedene Manager höchstens vor dem eigenen Erfolg haben. Und vor Mitarbeitern, die brav, fleißig, und damit laut des Autorenduos vor allem eins sind: nutzlos. Förster und Kreuz treiben Schumpeters Gedanken der schöpferischen Zerstörung auf die Spitze mit der Forderung an Unternehmen, sich und ihre Produkte jeden Tag radikal neu zu erfinden. Dafür werben die beiden Querdenker unermüdlich mit echter Begeisterung, die den Leser auf jeder Seite förmlich anspringt.
Abgehoben? Vielleicht, aber das Körnchen Wahrheit ist da, vor allem wenn Förster und Kreuz deutsche Managementunsitten sezieren: die „Das haben wir schon immer so gemacht“-Mentalität, verschwurbelte Ingenieursdenke und die Weigerung Produkte zu erfinden, nach denen niemand ausdrücklich verlangt hat. Nicht zu vergessen die Liebe zum Benchmarking, denn: „Anpassung ist ein schlechter Rat, wenn es darum geht, die Welt zu verändern“.
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