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Dr. No und die Moral
Der ehemalige Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg räumt zerknirscht ein: Beim Verfassen seiner Promotionsarbeit seien ihm gravierende Fehler unterlaufen, die den wissenschaftlichen Kodex nicht erfüllen würden.
Er habe beim Schreiben seiner Doktorarbeit einfach den Überblick über die Quellen verloren, was ihm von Herzen leid tue. Aber er sei eben auch nur ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. `Tschuldigung und Tusch!
Ergebnis: Das Publikum spendet frenetisch Beifall, die Kanzlerin ist erleichtert und die kritische Öffentlichkeit reibt sich verwundert die Augen.
Mit so viel Dreistigkeit kommt anscheinend nur das „Gesamtkunstwerk“ Guttenberg durch. Wir reden hier nicht über ein Kavaliersdelikt – auch wenn die inszenierte Demutsgeste uns das glauben lassen will.
Es geht nicht um Fußnoten und Petitessen, die man im Eifer des Gefechts vergessen hat. Hier geht es um den Kern der Doktorarbeit, hier geht es um krasses Fehlverhalten und hier geht es um Werteverlust.
Zu Guttenberg hat prima von seinem Image gelebt und die Welle, auf der er als smarter, unkonventioneller Vertreter der eigentlich ungeliebten Politiker-Zunft reitet, immer wieder angeschoben.
Sein Pfund war dabei immer seine Glaubwürdigkeit. Er vermittelte nach außen einen inneren Maßstab und Kompass, den er für die Bewertung politischer Angelegenheiten – siehe Kundus, siehe Gorch Fock – heranzog.
Da war er als Bundesverteidigungsminister sehr schnell dabei, andere zur Verantwortung für ihr Fehlverhalten zu ziehen. Die Öffentlichkeit war über diese forsche Herangehensweise entzückt und KT Liebling des Boulevards.
Und nun? Wo bleiben seine persönliche Verantwortung und sein innerer Kompass? Reicht die Entschuldigung in der Bütt auf der Valentinssitzung in Kelkheim aus?
Ich finde, so einfach darf es einem Oberbefehlshaber deutscher Streitkräfte nicht gemacht werden. Hier bleibt der Eindruck, zu Guttenberg hat versucht, sich mit dem kleinstmöglichen Schaden aus der Affäre zu ziehen.
Wer so oft moralisch über der alltäglichen Politik schwebt wie zu Guttenberg, darf sich nicht wundern, wenn ihn dies einholt. Er muss sich nun ehrlicher machen, als er es bisher tut.
Fehler machen darf jeder, macht auch jeder. Aber zwischen Fehlern und bösen Absichten klafft ein weites Feld. Das ist noch lange nicht geschlossen!
Er habe beim Schreiben seiner Doktorarbeit einfach den Überblick über die Quellen verloren, was ihm von Herzen leid tue. Aber er sei eben auch nur ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. `Tschuldigung und Tusch!
Ergebnis: Das Publikum spendet frenetisch Beifall, die Kanzlerin ist erleichtert und die kritische Öffentlichkeit reibt sich verwundert die Augen.
Mit so viel Dreistigkeit kommt anscheinend nur das „Gesamtkunstwerk“ Guttenberg durch. Wir reden hier nicht über ein Kavaliersdelikt – auch wenn die inszenierte Demutsgeste uns das glauben lassen will.
Es geht nicht um Fußnoten und Petitessen, die man im Eifer des Gefechts vergessen hat. Hier geht es um den Kern der Doktorarbeit, hier geht es um krasses Fehlverhalten und hier geht es um Werteverlust.
Zu Guttenberg hat prima von seinem Image gelebt und die Welle, auf der er als smarter, unkonventioneller Vertreter der eigentlich ungeliebten Politiker-Zunft reitet, immer wieder angeschoben.
Sein Pfund war dabei immer seine Glaubwürdigkeit. Er vermittelte nach außen einen inneren Maßstab und Kompass, den er für die Bewertung politischer Angelegenheiten – siehe Kundus, siehe Gorch Fock – heranzog.
Da war er als Bundesverteidigungsminister sehr schnell dabei, andere zur Verantwortung für ihr Fehlverhalten zu ziehen. Die Öffentlichkeit war über diese forsche Herangehensweise entzückt und KT Liebling des Boulevards.
Und nun? Wo bleiben seine persönliche Verantwortung und sein innerer Kompass? Reicht die Entschuldigung in der Bütt auf der Valentinssitzung in Kelkheim aus?
Ich finde, so einfach darf es einem Oberbefehlshaber deutscher Streitkräfte nicht gemacht werden. Hier bleibt der Eindruck, zu Guttenberg hat versucht, sich mit dem kleinstmöglichen Schaden aus der Affäre zu ziehen.
Wer so oft moralisch über der alltäglichen Politik schwebt wie zu Guttenberg, darf sich nicht wundern, wenn ihn dies einholt. Er muss sich nun ehrlicher machen, als er es bisher tut.
Fehler machen darf jeder, macht auch jeder. Aber zwischen Fehlern und bösen Absichten klafft ein weites Feld. Das ist noch lange nicht geschlossen!

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