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Tu Gutes und rede darüber – Wächst der Druck auch auf Unternehmen?
Die US-Milliardäre Bill Gates und Warren Buffet legten vor, 40 weitere amerikanische Superreiche zogen öffentlichkeitswirksam nach und spendeten die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke wie Gesundheits- und Bildungsprojekte. Während die deutschen Milliardäre Gates’ Ruf mehrheitlich nicht folgten (man spende lieber im Stillen, heißt es), hagelt es aus der hiesigen Politik Beifall: Carsten Schneider, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestags-fraktion findet die Aktion „lobenswert“. Grünen-Chefin Claudia Roth fordert vermögende Deutsche zur Nachahmung auf und der EU-Abgeordnete Jorgo Chatzimarkakis (FDP) fordert eine Bildungsstiftung statt einer Reichensteuer.
Abseits der reflexartigen Wähleranbiederung wird die Aktion jedoch durchaus kritisch diskutiert: Sind die Spender tatsächlich großzügige Philanthropen oder erleben wir modernen Ablasshandel derer, die für Ausbeutung, Umweltverschmutzung und den Zusammenbruch der Finanzmärkte verantwortlich sind?
Sind Gates und Co Vorbilder gelebter sozialer Verantwortung oder sitzen ihre Bewunderer einem Steuertrick auf, der die Staatsgewalt aushöhlt?
Doch wahrscheinlich wäscht die Welle der instinktiven Zustimmung alle Bedenken hinweg. Denn wer ist schon ernsthaft dagegen, dass die Reichen auch reichlich abgeben? Als US-Milliardär dürfte es mittlerweile peinlich sein, nicht auf der Spenderliste aufzutauchen. Aber wenn das Prinzip Gruppenzwang Schule macht, wächst dann bald auch der Druck auf Unternehmen, mehr von ihrem Gewinn an die Gemeinschaft zurückzugeben?
Klar, CSR machen alle längst. Eine Spende für die städtische Oper hier, Trikots für den Fußballverein da, und das Umweltmobil für die Grundschule nicht vergessen. Engagement, das gut ist für´s Image und der Portokasse nicht allzu weh tut.
Wie reagieren Unternehmensführer (und ihre Aktionäre!) aber, wenn gigantische Spenden zur Normalität geworden und auch von den Unternehmenskuchen größere Stücke eingefordert werden? Gut möglich, dass wir bald eine ganz neue Art von Corporate Social Responsibility diskutieren werden.
Abseits der reflexartigen Wähleranbiederung wird die Aktion jedoch durchaus kritisch diskutiert: Sind die Spender tatsächlich großzügige Philanthropen oder erleben wir modernen Ablasshandel derer, die für Ausbeutung, Umweltverschmutzung und den Zusammenbruch der Finanzmärkte verantwortlich sind?
Sind Gates und Co Vorbilder gelebter sozialer Verantwortung oder sitzen ihre Bewunderer einem Steuertrick auf, der die Staatsgewalt aushöhlt?
Doch wahrscheinlich wäscht die Welle der instinktiven Zustimmung alle Bedenken hinweg. Denn wer ist schon ernsthaft dagegen, dass die Reichen auch reichlich abgeben? Als US-Milliardär dürfte es mittlerweile peinlich sein, nicht auf der Spenderliste aufzutauchen. Aber wenn das Prinzip Gruppenzwang Schule macht, wächst dann bald auch der Druck auf Unternehmen, mehr von ihrem Gewinn an die Gemeinschaft zurückzugeben?
Klar, CSR machen alle längst. Eine Spende für die städtische Oper hier, Trikots für den Fußballverein da, und das Umweltmobil für die Grundschule nicht vergessen. Engagement, das gut ist für´s Image und der Portokasse nicht allzu weh tut.
Wie reagieren Unternehmensführer (und ihre Aktionäre!) aber, wenn gigantische Spenden zur Normalität geworden und auch von den Unternehmenskuchen größere Stücke eingefordert werden? Gut möglich, dass wir bald eine ganz neue Art von Corporate Social Responsibility diskutieren werden.

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kampagne 2011 haben wir bereits hier im Blog berichtet. ...
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