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Ab in den Tank – das Kommunikationsdebakel um E10
An den deutschen Tankstellen herrscht Chaos und Untergangsstimmung: Der gemeine Benzin tankende Verbraucher findet sich im Angesicht der verschiedenen Kraftstoffe nicht mehr zurecht: Orientierungslosigkeit herrscht vor, denn was soll der Automobilist seinem durstigen „Mobil“ denn zum Verzehr anbieten? Das umweltzerstörende E5 oder das (möglicherweise) motorenzerfressende E10? Lieber Sodom oder doch etwas mehr Gomorrha?
Dabei war das Chaos doch abzusehen. Die (Umwelt-)Politiker in Berlin fassten die einsame Entscheidung: E10 muss her! Die Frage „Wer sagt es dem Verbraucher“ wurde kurzerhand und ebenso halbherzig an die Mineralölwirtschaft delegiert. Schließlich, so dachte man anscheinend im Umweltministerium, sollte es in deren Interesse liegen, dem orientierungslosen Autofahrer beratend zur Seite zu stehen.
Aber diese Rechnung ging nicht auf. Denn eines hatte die Politik nicht bedacht. Nämlich die Angst vieler Millionen Autofahrer, ihren Motor mit nur einer falschen Tankfüllung zu zerstören. Da ist die Bereitschaft dann doch größer, fünf oder acht
Cent mehr für die sogenannte „Schutzsorte“ zu bezahlen; allein schon, um auf der sicheren Seite zu sein. Im Übrigen: auch die Werkstätten rieten genau dazu!
Da ist es folglich auch wenig verwunderlich, dass die Mineralölkonzerne nicht bereit sind, jeden einzelnen Kunden eingehend zu beraten, um ihm vom Segen von E10 zu überzeugen. Denn wer, so fragt sich der Tankwart, übernimmt die Haftung, falls doch einmal etwas schiefgeht…?
Die Politik verweist auf Listen, die etwa der ADAC herausgegeben hat. Um diese Listen richtig deuten zu können, muss der Fahrer eines VW Golf FSI beispielsweise wissen, in welcher Kalenderwoche im Jahr 2004 sein Auto produziert wurde. Wurde das Fahrzeug in der 22. Woche 2004 produziert, dann würde eine E10-Tankfüllung zu einem kapitalen Motorschaden führen. Das nur eine Woche später produzierte gleiche Fahrzeug hin-
gegen würde den neuen Sprit anstandslos verkraften.
Wie würden Sie entscheiden?
PS: Ich bleibe übrigens bei dem Kraftstoff, den ich schon seit Jahren tanke. Ich fahre nämlich einen Diesel.
Dabei war das Chaos doch abzusehen. Die (Umwelt-)Politiker in Berlin fassten die einsame Entscheidung: E10 muss her! Die Frage „Wer sagt es dem Verbraucher“ wurde kurzerhand und ebenso halbherzig an die Mineralölwirtschaft delegiert. Schließlich, so dachte man anscheinend im Umweltministerium, sollte es in deren Interesse liegen, dem orientierungslosen Autofahrer beratend zur Seite zu stehen.
Aber diese Rechnung ging nicht auf. Denn eines hatte die Politik nicht bedacht. Nämlich die Angst vieler Millionen Autofahrer, ihren Motor mit nur einer falschen Tankfüllung zu zerstören. Da ist die Bereitschaft dann doch größer, fünf oder acht
Cent mehr für die sogenannte „Schutzsorte“ zu bezahlen; allein schon, um auf der sicheren Seite zu sein. Im Übrigen: auch die Werkstätten rieten genau dazu!
Da ist es folglich auch wenig verwunderlich, dass die Mineralölkonzerne nicht bereit sind, jeden einzelnen Kunden eingehend zu beraten, um ihm vom Segen von E10 zu überzeugen. Denn wer, so fragt sich der Tankwart, übernimmt die Haftung, falls doch einmal etwas schiefgeht…?
Die Politik verweist auf Listen, die etwa der ADAC herausgegeben hat. Um diese Listen richtig deuten zu können, muss der Fahrer eines VW Golf FSI beispielsweise wissen, in welcher Kalenderwoche im Jahr 2004 sein Auto produziert wurde. Wurde das Fahrzeug in der 22. Woche 2004 produziert, dann würde eine E10-Tankfüllung zu einem kapitalen Motorschaden führen. Das nur eine Woche später produzierte gleiche Fahrzeug hin-
gegen würde den neuen Sprit anstandslos verkraften.
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