24. Januar 2018

Wer versteht denn sowas? 5 Dinge, an denen Sie merken, dass Ihr Unternehmen eine neue Sprache benötigt

Kommunikation ist unser Tagesgeschäft. Unser wichtigstes Tool: die Sprache. Die ist beim Menschen aber so automatisiert, dass wir nur selten darüber nachdenken. Fatal! Denn ob unsere Kommunikation überhaupt beim Gegenüber ankommt, ist in weiten Teilen auch von der Sprache abhängig. Das ist deshalb extrem wichtig für Unternehmen und die Unternehmenskommunikation.

Während ein einheitliches und festgelegtes Corporate Design – also zum Beispiel Richtlinien für die Gestaltung von Briefköpfen, Broschüren und Visitenkarten – in den meisten Unternehmen zum Standard gehört, ist eine Corporate Language oder Unternehmenssprache häufig noch Mangelware. Dabei können sich Unternehmen mit einer eigenen individuellen und vor allem verständlichen Sprache vom Wettbewerb abheben, weil sie ihre Kunden auf Augenhöhe erreichen. Oder wie der Spiegel so schön schrieb: „Firmen sollten endlich lernen, so zu formulieren wie normale Menschen sprechen.“.

 

Leider sieht die Realität häufig anders aus, vielleicht sogar in Ihrem Unternehmen. Glauben Sie nicht? Hier kommen fünf Dinge, an denen Sie merken, dass Ihr Unternehmen eine neue Sprache benötigt:

 

  1. Ihre Sätze enthalten jeweils drei oder mehr Gedanken

Niemand mag Bandwurmsätze. Wenn Sie einmal tief in sich gehen, nachdem Sie überlegt haben, wie Ihre Kommunikationsstrategie für 2018 eigentlich aussieht und mit Ihrem Vorstand besprochen haben, wie viele Ressourcen für den Aufbau eines Newsrooms benötigt werden, werden Sie sich sicher fragen, ob dieser Satz gerade wirklich noch sinnvoll und verständlich ist oder abgeschafft gehört. Wenn Ihre Mitarbeiter so schreiben und nicht kurz, knackig und auf den Punkt, ist das für jede Zielgruppe eine Qual. Ob etwas vom Inhalt hängen bleibt? Fraglich!

 

  1. Sie können Ihren Mitarbeitern nicht sagen, was eine Abkürzung bedeutet

KPI, ZDF, NDG, RSVP – Abkürzungen sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken und erleichtern einiges. Aber wirklich immer? Wenn Sie erst überlegen müssen, ob NDG jetzt wirklich für das Nachrichtendienstgesetz der Schweiz steht oder doch für das niedersächsische Deichgesetz oder vielleicht gar für den Deggendorfer Hauptbahnhof, ist es schon zu spät. Tun Sie Ihren Mitarbeitern und sich einen Gefallen und vermeiden Sie Abkürzungen.

 

  1. Beim Schreiben eines Textes denken Sie zuerst an den Absender

Was könnte ich denn mal Schönes schreiben? Das war auch mein erster Gedanke, als ich diesen Blogbeitrag angefangen habe. Schluss damit! Was wollen Sie, meine Leser, lesen? Das ist die Frage, mit der man beginnen muss. Sie wollen schließlich Ihre Leser erreichen und diese werden nur gefesselt sein und sich für Ihren Inhalt begeistern können, wenn er ihnen wirklich etwas nützt. Corporate Bla Bla und Unternehmensfloskeln werden schnell als solche enttarnt.

 

  1. Auf Ihrer Website stehen Sätze, die auch auf der Website der Konkurrenz stehen

„Wir bieten Ihnen Qualität und Service.“ Dieser Satz erzielt 1.880 Treffer allein bei Google. Warum? Weil er von tausenden Firmen benutzt wird, die eben keine individuelle Unternehmenssprache haben, sondern Begriffe und Phrasen benutzen, die so ziemlich jeder Wettbewerber und jede andere Branche auch verwenden kann. Was ist das Besondere an Ihrem Service und warum ist Ihre Qualität so gut? Das sollten Sie doch viel eher hervorheben und das gilt es zunächst herauszuarbeiten.

 

  1. Sorry, this headline is not available in your language

Anglizismen sind in der heutigen Welt teilweise allgegenwärtig und manchmal auch unvermeidlich – aber müssen wir wirklich slides, approach und research sagen oder tun es die guten alten Wörter Folien, Herangehensweise und Recherche nicht auch? Sprechen Sie die Sprache Ihrer Kunden und ersetzen Sie ein englisches Wort häufiger mal durch ein deutsches.

 

Sollten Sie sich nun dabei erwischt haben, dass einer der Punkte auch auf Sie und Ihr Unternehmen zutrifft, ist es höchste Zeit, klarere Vorgaben für die Verständlichkeit von Texten zu machen und alle Mitarbeiter, die Texte verfassen, entsprechend zu schulen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei den Texten um E-Mails, Social-Media-Posts, Briefe, Newsletter oder Broschüren handelt. Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Unternehmenssprache zu analysieren und zu verbessern.


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