1. Dezember 2015

Man darf auch mal nein sagen!

Fragen zu stellen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Dadurch, dass wir nachfragen und unseren Kunden zuhören, erfahren wir genug über sie und die Zielgruppen, welche sie ansprechen möchten. Nur so ist es uns möglich, individuelle, auf unsere Kunden zugeschnittene Kommunikationsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.

 

Fragen dienen uns dazu, zusätzliche Informationen zu gewinnen oder eine Annahme bestätigt oder widerlegt zu wissen. Denn schließlich gilt: Nur wer fragt, bekommt auch eine Antwort.

Doch Hand aufs Herz: Ab und zu stellen wir Fragen und hoffen dabei auf eine bestimmte Antwort oder erwarten diese sogar regelrecht. Dabei entfernen wir uns mehr und mehr vom eigentlichen Charakter der Frage.

 

Wir neigen dazu, zu vergessen, dass der Fragende nie zu einhundert Prozent wissen kann, wie die Antwort seines Gegenübers aussehen wird. Genau das stellt ja aber den Sinn und Zweck einer Frage dar. Wüsste man die Antwort bereits im Voraus, müsste man die Frage ja gar nicht erst stellen.

Und so kann das Nein der Hamburger zur Olympia-Bewerbung ihrer Stadt nicht völlig überraschen. Zweifelsohne hat sich die Mehrheit der Politiker eine andere Antwort erhofft. Die Hamburger aber haben die Frage als solche verstanden und sich die Freiheit herausgenommen, sie zu beantworten.

 

Gerade angesichts der letzten Umfragen und der ersten Hochrechnungen am Abend der Abstimmung kam das Endergebnis überraschend. Aber so ist es nun mal: wer eine Frage stellt, bekommt manchmal sogar eine Antwort. Kein Grund, schockiert zu sein.

Viel wichtiger ist es jetzt, die naheliegende nächste Frage zu stellen, nämlich die nach den Ursachen für das Nein der Hamburger. War es ein Nein zu Olympia oder waren andere Gründe ausschlaggebend für die Entscheidung?


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vom Hoff Kommunikation Düsseldorf – Strategische Kommunikationsberatung für namhafte Unternehmen und Institutionen.