11. November 2015

Ein Helmut Schmidt brauchte keinen PR-Berater

„Schmidt Schnauze“ ist tot. Ein herber Verlust. Nicht nur für die politische Diskussion. Sondern auch, weil mit ihm ein „Vorbild“ die Bühne verlässt. Den Titel „Schmidt Schnauze“ hat er sich verdient. Weil er im besten Sinne seine Schnauze aufmachte. Weil er Meinung vertrat und Position bezog. Schmidt war der beliebteste Politiker und er wird es vermutlich auch nach seinem Tod bleiben. Warum aber lieben die Menschen einen, der so gar nicht auf Schmusekurs getrimmt ist? Der eher schroff und hanseatisch kühl, distanziert wirkte. Der keinen Hehl daraus machte, die Dinge analytisch und rational zu bewerten. Schmidt, daran sei erinnert, hatte mit Umweltschutz und Friedensbewegung „nichts am Hut“. Und Emotionen kannte er nur durch seine wahrhaftige Liebe zur Musik und zu seiner Frau.

 

Wahrscheinlich ist es aber genau das, was die Menschen so an ihm schätzten. Unaufgeregt, gerade, mit Rückgrat und beharrlich in der Sache. Mit Schmidt stirbt möglicherweise ein Typ Politiker aus, den es so auf weiter Flur nicht nochmal gibt. Er ist und bleibt für viele ein Vorbild. Weil er sich etwas traute. Wo sind die Schmidt Schnauzen in der Wirtschaft? Wer traut sich heute noch etwas? Wo sind die Schmidt Schnauzen in der Kommunikation? Solche, die sich im Dschungel der Compliance und Governance professionell bewegen, zugleich aber auch bei kritischen Themen Position beziehen und sich bei wichtigen Dingen Gehör gegenüber Vorstand und Geschäftsführung verschaffen? Wo war die Schnauze bei Volkswagen, die möglicherweise die horrenden Auswirkungen der Tricksereien hätte vorhersagen können? Vorausgesetzt, man hätte davon gewusst.

 

Auch Kommunikationsverantwortliche können von Helmut Schmidt lernen. Vertritt eine Sache, von der du überzeugt bist. Nicht nur Erfüllungsgehilfe, sondern auch Consilier sein. Sich durchsetzen können. Und nochmal Schmidt: „Der wahre Charakter zeigt sich in der Krise.“

 

Zu guter Letzt: Von Schmidt stammt der mittlerweile legendäre Satz „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“. Besser gefällt mir Roman Herzog: „Visionen sind Strategien des Handelns. Das unterscheidet sie von Utopien.“ Auch Schmidt irrte zuweilen. „Schmidt Schnauze“ ist tot. Ein herber Verlust. Nicht nur für die politische Diskussion. Sondern auch, weil mit ihm ein „Vorbild“ die Bühne verlässt. Den Titel „Schmidt Schnauze“ hat er sich verdient. Weil er im besten Sinne seine Schnauze aufmachte. Weil er Meinung vertrat und Position bezog. Schmidt war der beliebteste Politiker und er wird es vermutlich auch nach seinem Tod bleiben. Warum aber lieben die Menschen einen, der so gar nicht auf Schmusekurs getrimmt ist? Der eher schroff und hanseatisch kühl, distanziert wirkte. Der keinen Hehl daraus machte, die Dinge analytisch und rational zu bewerten. Schmidt, daran sei erinnert, hatte mit Umweltschutz und Friedensbewegung „nichts am Hut“. Und Emotionen kannte er nur durch seine wahrhaftige Liebe zur Musik und zu seiner Frau.

 

Wahrscheinlich ist es aber genau das, was die Menschen so an ihm schätzten. Unaufgeregt, gerade, mit Rückgrat und beharrlich in der Sache. Mit Schmidt stirbt möglicherweise ein Typ Politiker aus, den es so auf weiter Flur nicht nochmal gibt. Er ist und bleibt für viele ein Vorbild. Weil er sich etwas traute. Wo sind die Schmidt Schnauzen in der Wirtschaft? Wer traut sich heute noch etwas? Wo sind die Schmidt Schnauzen in der Kommunikation? Solche, die sich im Dschungel der Compliance und Governance professionell bewegen, zugleich aber auch bei kritischen Themen Position beziehen und sich bei wichtigen Dingen Gehör gegenüber Vorstand und Geschäftsführung verschaffen? Wo war die Schnauze bei Volkswagen, die möglicherweise die horrenden Auswirkungen der Tricksereien hätte vorhersagen können? Vorausgesetzt, man hätte davon gewusst.

 

Auch Kommunikationsverantwortliche können von Helmut Schmidt lernen. Vertritt eine Sache, von der du überzeugt bist. Nicht nur Erfüllungsgehilfe, sondern auch Consilier sein. Sich durchsetzen können. Und nochmal Schmidt: „Der wahre Charakter zeigt sich in der Krise.“

 

Zu guter Letzt: Von Schmidt stammt der mittlerweile legendäre Satz „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“. Besser gefällt mir Roman Herzog: „Visionen sind Strategien des Handelns. Das unterscheidet sie von Utopien.“ Auch Schmidt irrte zuweilen.


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